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Afghanische Flüchtlinge:
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GfbV warnt vor Alleingang des Hamburger Innensenators
Schleswig-Holstein verlängert Abschiebestopp für afghanische Flüchtlinge
Menschenrechtsorganisation warnt vor Hamburger Alleingang bei der Abschiebung afghanischer Flüchtlinge
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Freitag vor einem Hamburger Alleingang bei der Abschiebung von Flüchtlingen aus Afghanistan gewarnt. „Die in Schleswig-Holstein beschlossene Verlängerung eines Abschiebestopps für afghanische Flüchtlinge macht deutlich, wie weit sich Hamburgs Innensenator Dirk Nockemann vom Grundkonsens aller deutscher Innenminister entfernt hat“, sagte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius. Diese schätzten die Situation in Afghanistan übereinstimmend als gefährlich ein. “Wer alle Warnungen von Menschenrechtsorganisationen, dem UN-Flüchtlingshochkommissariat und dem Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen ignoriert, muss sich fragen lassen, ob er sich überhaupt für die Lage in dem Herkunftsland der Flüchtlinge interessiert.“ Nockemann hatte in den vergangenen Tagen mehrfach erklärt, mit Abschiebungen nach Afghanistan spätestens im Frühjahr 2004 beginnen zu wollen. Der Innenminister Schleswig-Holsteins, Klaus Buß, hatte gestern angesichts der katastrophalen Sicherheitslage in Afghanistan den bis Mitte Dezember befristeten Abschiebestopp für Flüchtlinge um sechs Monate verlängert.
Nockemann dürfe nicht um jeden Preis die Zahl der Flüchtlinge in Hamburg verringern, warnte die GfbV. Die populistischen Ankündigungen des Innensenators seien umso problematischer, da abgeschobene Afghanen in ihrer Heimat immer mehr um ihr Leben fürchten müssten. Die Sicherheitslage in Afghanistan habe sich in den letzten Wochen dramatisch verschlechtert. Dies zeige nicht nur die Ermordung der französischen Flüchtlingsbetreuerin Bettina Goislard am 16. November 2003, sondern auch der gewaltsame Tod von weiteren dreizehn internationalen Helfern in den letzten Monaten.
========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Göttingen/Hamburg, den 28.11.2003 Hompage: http://www.gfbv.de ==========================================================
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Menschenrechte für Flüchtlinge
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