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ISSN 1610-0611
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Schönrechnerei beim Lehrerarbeitszeitmodell:

Fakt ist: Weniger Lehrer unterrichten mehr Kinder


„Weniger Lehrer und Lehrerinnen unterrichten mehr Kinder, das Bildungsangebot hat sich verschlechtert. Das lässt sich nicht schön rechnen“, erklärt die GAL-Fraktionsvorsitzende Christa Goetsch zu den heute von Schulsenator Lange über die Zeitungen Welt und Bild verbreiteten Zahlen zum Lehrerarbeitszeitmodell. Lange gibt an, nur knapp die Hälfte der Hamburger Lehrerinnen und Lehrer müsse mehr Unterrichtsstunden erteilen und von ihnen nur etwa 20 Prozent drei und mehr Unterrichtsstunden.

Was der Senator nicht sagt: Alle Lehrerinnen und Lehrer müssen nach Beschluss des Senates wöchentlich 1,5 Zeitstunden mehr arbeiten. Unerwähnt bleibt auch, dass sie vor größeren Klassen und überfüllten Kursen unterrichten und dass Teilungs- und Differenzierungsunterricht, Fördermaßnahmen sowie Wahlangebote für die Schülerinnen und Schüler massiv gekürzt wurden. Ob Musik oder Sport, Klassenreisen oder Schülerwettbewerbe – in diesem Schuljahr fallen hunderte von Veranstaltungen aus. Zudem wurden die Mittel für die Sprachförderung von Migrantenkindern und für die Förderung von Kindern mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten drastisch gekürzt.

Hintergrund ist, dass die LehrerInnen durch Langes Lehrerarbeitszeitmodell im Durchschnitt deutlich mehr Regelunterricht erteilen als zuvor. Denn für Tätigkeiten außerhalb der Unterrichtsstunden wird heute keine Entlastung vom Regelunterricht mehr gewährt. Das heißt: für solche Aufgaben bleibt weniger Zeit.

Christa Goetsch bilanziert: „Die Hamburger Lehrer haben trotz erhöhter Arbeitszeit weniger Zeit für die Förderung der SchülerInnen. Der Senator hat die Hamburger Schullandschaft um eine Baustelle reicher, das schulische Bildungsangebot aber ärmer gemacht.“



Pressestelle der GAL-Bürgerschaftsfraktion
Brigitte Köhnlein
22. Oktober 2003


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