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ISSN 1610-0611
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Verfehlte Medienpolitik des Senats

Drohende Abwanderung von Warner Music nach Berlin

Konsequenz einer verfehlten Medienpolitik des Senats

„Der derzeitige Kampf zwischen Hamburg und Berlin um die Deutschland-Zentrale von Warner Music macht deutlich, wie groß die Versäumnisse des Senats um den Medienstandort Hamburg sind“, erklärt der medienpolitische Sprecher der GAL-Fraktion Farid Müller. „Schon die nicht erfüllten medienpolitischen Forderungen der Handelskammer hätten dem Senat deutlich machen müssen, dass hier etwas zu tun ist.“

Folgende Versäumnisse gefährden den Medienstandort:

1. Erhebliche Kürzungen im Wirtschaftshaushalt für den Bereich Neue Medien ohne Perspektive für diesen für Hamburg noch zukunftsträchtigen Markt.

2. Das Fehlen eines Entwicklungskonzeptes für den Medienstandort Hamburg, der die Bereiche Neue und Alte Medien, Film und Musikwirtschaft umfasst.

3. Konzeptionelle und damit verbundene finanzielle Probleme beim Projekt Media School. Der Plan für eine Filmakademie, welche die neuen und alten Medien als erste in Deutschland bei der Ausbildung vereinen würde, ist geschrumpft auf eine Ausbildungsstätte für Medienmanager. Derweil geraten die Filmunternehmen in Hamburg laut einer in dieser Woche veröffentlichen Studie immer mehr ins Hintertreffen.

4. Fehlinvestitionen. Wer 500.000 Euro für die Echoverleihung ausgibt, darf sich nicht wundern, wenn kein Geld für den Musikmarkt übrig bleibt. Wenn die Plattenfirmen weg sind, wird auch der Echo wieder gehen. Erfolgreiche Hamburger Bands, wie Blumfeld oder Fettes Brot werden von der Senatspolitik völlig ignoriert und finden außerhalb Hamburgs mehr Anerkennung und Unterstützung als hier.

5. Fantasielose, altbackene Veranstaltungen statt zeitgemäßer Events. Beispiel dafür ist das Mediendinner im Rathaus, das am 19. November stattfindet. Statt lockere Atmosphäre gediegene Tischordnung – das konserviert statt zu bewegen.

„Da Hamburg einen Wettbewerbsnachteil bei Subventionen hat, muss es diesen durch Konzepte und Dynamik kompensieren. Nur dann kann Hamburg den umworbenen Unternehmen mehr bieten als kurzfristige Umzugshilfen“, erklärt Müller.



Pressestelle der GAL-Bürgerschaftsfraktion
Brigitte Köhnlein
23. Oktober 2003


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