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ISSN 1610-0611
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Senat will Schutz zum Nulltarif

Beratungslücken im Konzept gegen häusliche Gewalt

Senat will Schutz zum Nulltarif

Mehr Arbeit mit weniger Geld verlangt der Senat von den Trägern von Hilfsangeboten für Frauen in Hamburg. „Die Einrichtungen werden seit zwei Jahren finanziell ausgeblutet. Nun sollen sie die Beratungslücken im Senatskonzept zur Umsetzung des Gewaltschutzgesetzes auszufüllen“, erklärt Dr. Verena Lappe, frauenpolitische Sprecherin der GAL-Fraktion. „Der Senat will keinen Cent dazu bezahlen, wenn es um Hilfen für Opfer häuslicher Gewalt und das Durchbrechen von Gewaltspiralen geht.“

Am 1. November 2003 nahm „pro-aktiv – Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt“ unter Trägerschaft von Sozialarbeit und Segeln e.V. seine Arbeit auf. Ziel dieses Angebots ist es, nach fast zwei Jahren Gewaltschutzgesetz in Deutschland eine wirksame Umsetzung zu gewährleisten. Denn die von der Polizei ausgesprochenen Wegweisungen der Täter reichen allein nicht aus. Schon ein paar Tage nach dem Start zeigen sich die Lücken des Senatskonzepts bei der Interventionsstelle: „pro-aktiv“ kann nur informieren und weiterleiten. Für die auch nach Senatsauffassung erforderliche weitergehende psychosoziale Beratung und eine schnelle Aufnahme in einen Hilfeprozess verfügt sie weder über die Qualifikation noch über eine entsprechende Ausstattung.

In einem Schreiben vom 31.10.2003 an die Trägervereine des Hamburger Hilfesystems für Frauen fordert die Behörde nun, dass diese Einrichtungen im Bedarfsfall nach der Beratung durch die Interventionsstelle einen zügigen Übergang in weitergehende Hilfen ermöglichen und außerdem ihre statistische Dokumentation um die Erfassung von Opfern häuslicher Gewalt und die Vermittlung durch die Interventionsstelle erweitern. Einem Großteil der angeschriebenen Träger wurde 2002/ 2003 ein erheblicher Teil der staatlichen Zuwendung gekürzt, so dass Angebote eingeschränkt werden mussten und mit Wartezeiten zu rechnen ist. Die Interventionsstelle selbst wird durch eine Kürzung der Zuwendung für die Frauenhäuser in Höhe von 256.000 Euro finanziert.




Pressestelle der GAL-Bürgerschaftsfraktion
Brigitte Köhnlein
6. November 2003


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