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ISSN 1610-0611
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LBK kostet nur 20 Millionen

Krankenhäuser zu Schleuderpreisen:

LBK kostet nur 20 Millionen

Der LBK wird faktisch für 20 Millionen Euro verkauft. Darauf weist der wirtschaftspolitische Sprecher der GAL-Fraktion Jens Kerstan anlässlich der morgigen LBK-Debatte in der Bürgerschaft hin. Denn der Löwenanteil des Kaufpreises wird durch einen Kredit beglichen, durch den der LBK selbst belastet wird. „Der LBK wird buchstäblich verschenkt“, erklärt Kerstan.

Asklepios zahlt nur 20 Millionen Euro an eigenem Geld für den LBK und erhält dafür ein schuldenfreies Unternehmen mit 700 Millionen Euro Umsatz und 12.000 Beschäftigten. Der Kaufpreis von 318 Millionen Euro steht nur auf dem Papier. 118 Millionen Euro werden nur bei einem erfolgreichen Börsengang fällig, von dem nicht klar ist, wann er stattfinden soll und ob er überhaupt gelingen kann.

Die verbleibenden 200 Millionen Euro müssen in jedem Fall gezahlt werden, allerdings erst in einem Jahr. Dieses Geld kommt jedoch nicht vom Investor Asklepios, sondern von dem verkauften Unternehmen. Der neue LBK nimmt einen Kredit von 250 Millionen auf, von dem 180 Millionen Euro zur Begleichung des Kaufpreises verwandt werden. Die Stadt Hamburg muss bei dieser Konstruktion sogar ein Viertel der Zinsen und Tilgungen des Kaufpreises tragen, da Hamburg mit rund 25 Prozent am neuen LBK beteiligt bleibt.

Bleiben 20 Millionen, die Asklepios an eigenem Geld für den Kauf aufbringen muss. Die zugesagten Investitionen kann der Investor aus dem operativen Ergebnis des entschuldeten LBK finanzieren.

Obwohl die Stadt effektiv nur 20 Millionen ausgezahlt bekommt, übernimmt sie die Pensionsverpflichtungen und Schulden des LBK in Höhe von 642 Millionen Euro und verzichtet für die nächsten 60 Jahre auf sämtliche Mieten, Pachten und Erbauzinsen.

„Das ist eine aberwitzige Konstruktion, die allen seriösen wirtschaftlichen Grundsätzen Hohn spricht“, erklärt Kerstan. Er fordert die Koalitionsfraktionen dringend auf, dem Verkauf unter diesen Bedingungen nicht zuzustimmen.





Pressestelle der GAL-Bürgerschaftsfraktion
Brigitte Köhnlein
25. November 2003


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