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ISSN 1610-0611
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"Chinaseuche"

Institut für Hygiene und Umwelt rät zur Vorbeugung

Kaninchen-Krankheit in Hamburg festgestellt: Impfung als einzig sicherer Schutz

In den vergangenen Tagen sind mehrere Wildkaninchen in Hamburg an der sogenannten „Chinaseuche“ verstorben. Die fast immer tödlich verlaufende Virus-Krankheit befällt ausschließlich Kaninchen und Hasen. Sie ist sehr ansteckend und breitet sich schnell aus. Es gibt kein Heilmittel gegen die Krankheit. Der einzig sichere Schutz ist deshalb die rechtzeitige Impfung. Um ein gehäuftes Kaninchensterben zu verhindern, empfiehlt der Veterinär des Instituts für Hygiene und Umwelt, Dr. Dietrich Zander-Schmidt, allen Besitzern von Stall- und Hauskaninchen, ihr Tier beim Tierarzt impfen zu lassen.

Die Impfung gegen eine weitere Virus-Krankheit der Kaninchen, die Myxomatose, sollte ebenfalls aufgefrischt werden. Beim Kauf eines Kaninchens sollte auf dessen Impfschutz geachtet werden. Menschen und andere Haustiere sind nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft nicht gefährdet.

Der Fachbegriff für die Krankheit ist „Rabbit Haemorrhagic Disease“ (RHD). Das Virus, das diese lebensbedrohliche Krankheit auslöst, ist lange überlebensfähig. Die Ansteckung verläuft in erster Linie über den Kot, über das Futter und andere Gegenstände, etwa Kleidung. Die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit) beträgt zwei bis drei Tage. Die Krankheit, bei der es zu Blutstauungen innerer Organe, Gefäßwandschädigungen und dem Verbrauch von gerinnungshemmenden Substanzen kommt, verläuft sehr rasch; viele Tiere sterben innerhalb weniger Stunden. Manchmal sind Blutungen aus Nase und Maul zu beobachten. Oftmals sind aber äußerlich keine Krankheitssymptome festzustellen.

Die Krankheit tauchte 1984 erstmals in China auf und wird deshalb als „Chinaseuche“ bezeichnet. In Hamburg gab es zum letzten Mal vor gut fünf Jahren im Sommer 1998 eine Krankheitshäufung. Da geeignete Impfstoffe zur Verfügung stehen, ist die Krankheit in Deutschland keine anzeigepflichtige Tierseuche.

Die hochinfektiöse Erkrankung kann vor allem bei größeren Kaninchenbeständen zu immensen Verlusten führen. Wenn die Krankheit in einem Stall aufgetreten ist, muss dieser zur Vermeidung einer weiteren Ausbreitung gesäubert und mit geeigneten Mitteln desinfiziert werden. Weitere Informationen sind erhältlich bei den niedergelassenen Tierärzten und im Institut für Hygiene und Umwelt.

Im Institut für Hygiene und Umwelt können verstorbene Kaninchen und Hasen gegen Gebühr untersucht werden, um festzustellen, ob sie von der Virus-Krankheit befallen waren.


3. Dezember 2003 (bug/hu)
Behörde für Umwelt und Gesundheit
Pressesprecherin Institut für Hygiene und Umwelt
Janne Klöpper
bug.hamburg.de


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