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Senat ohne Mehrheit, Beust ohne Mut
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Senat ohne Mehrheit - Bürgermeister ohne Macht und ohne Mut
"Ole von Beust ist ein Bürgermeister ohne Macht und ohne Mut. Er muss sich fürchten: vor den aktuellen politischen Problemen wie der Kita-Krise, vor dem Machtverlust, vor dem nächsten Koalitionsausschuss und vor seinem Koalitionspartner Schill. Und das wird so bleiben." So hat SPD-Landeschef Olaf Scholz am Freitag die jüngsten Umfragezahlen zur politischen Stimmung in Hamburg kommentiert. Danach hat die derzeitige Regierungskoalition die Mehrheit in Hamburg verloren. "Der Zustand der Krise ist zu einem Dauerzustand in der Hamburger Regierung geworden", sagte SPD-Spitzenkandidat Thomas Mirow. "Der Hamburger Senat hat erkennbar keine Kraft für die nötige politische Arbeit. Deshalb bleiben viele wichtige Aufgaben unbearbeitet liegen." Mirow nannte beispielhaft die Themen Kinderbetreuung, Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik.
Nach der aktuellen Umfrage scheitert die FDP an der Fünf-Prozent-Hürde. "Das ist Ergebnis des Chaos in der Bildungs- und Kita-Politik. Dieses Chaos ist von der FDP zu verantworten, und das wird so bleiben", sagte Scholz. Der überwältigende Erfolg des Volksbegehrens für eine bessere Kinderbetreuung habe gezeigt, dass Kinderbetreuung "ein Top-Thema ist, dass der Senat verschlafen hat. Er muss sich jetzt für dem Volksentscheid im nächsten Sommer fürchten."
Dass die Schill-Partei in ihrem Absturz vor der Fünf-Prozent-Hürde halt macht, bezeichnete Scholz als unwahrscheinlich. "Das aktuelle Gezerre in der Schill-Partei ist vielen Menschen peinlich, die diese Partei gewählt haben. Vielen ist auch klar geworden, auf wen sich Herr von Beust eingelassen hat", sagte Scholz. Schill sei Gründer und nach wie vor entscheidender Faktor dieser Partei. Die CDU habe sich eingebildet, der Wechsel Schills von der Senats- auf die Parlamentsbank würde seinen Einfluss auf die Senatspolitik reduzieren. "Diese Annahme war ein schwerer Fehler. Das weiß ganz Hamburg seit dem Schill-Parteitag am letzten Wochenende. Der Bürgermeister muss vor Schill zittern." Angesichts der aktuellen Umfragezahlen werde klar, warum der Bürgermeister nicht den Mut hat, die Bürger neu wählen zu lassen. Immer mehr Menschen wünschen sich offenbar eine neue politische Konstellation in Hamburg. "Früher oder später wird gewählt - und dann ist der Spuk vorbei", sagte Scholz.
"In den aktuellen Umfragezahlen wird deutlich, dass die Regierungskrise in Hamburg zu einem Dauerzustand geworden ist", sagte SPD-Spitzenkandidat Thomas Mirow. Die Krise in Senat und Koalition werde weitergehen. Der Senat beschäftige sich mit sich selbst und habe deshalb auf die politischen Probleme keine Antworten. "Der Hamburger Senat hat erkennbar keine Kraft für die nötige politische Arbeit. Deshalb bleiben viele wichtige Aufgaben unbearbeitet liegen", kritisierte Mirow. Er nannte beispielhaft die Themen Kinderbetreuung, Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik.
Die Hamburger SPD gehöre weiterhin zu den Landesverbänden mit den bundesweit besten Werten. Die Zustimmung der Menschen sei stabil. Dennoch gelte es, den derzeitigen Wert auszubauen. "Ich bin sicher, dass wir mit Thomas Mirow als Spitzenkandidat einen erfolgreichen Wahlkampf führen werden - wann auch immer der beginnt", sagte Scholz.
Hamburg, den 5. Dezember 2003 Christoph Holstein SPD Hamburg Presse und Kommunikation
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"Mehr Zeit für Kinder" erzielt Rekordergebnis
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