Titel Hamburg Initiativen Hamburg-Termine Inland International Magazin Kleinanzeigen Archiv Suchen Info
Initiativen:
Publikationen, Plakate, Mitteilungen und Ankündigunen.


Themen:
NABU
Intervention e.V.
Dunkelziffer


Service:
Archiv
Impressum
Information
Intern
ISSN 1610-0611
Newsletter


NABU fordert Stopp der Schwanenjagd


Ausgleich statt Abschuss!

NABU fordert sofortigen Stopp der Schwanenjagd und Prüfung der Schäden

Der NABU Hamburg fordert jetzt anlässlich eines Ortstermines der Hamburger
Wirtschaftsbehörde in Altengamme den sofortigen Stopp der Schwanenjagd.
Nach Ansicht des NABU müssen vor einem Abschuss zunächst die Schäden an
landwirtschaftlichen Flächen, die durch die Schwäne entstanden sein sollen,
geprüft werden. Nach eingehender und nachvollziehbarer Prüfung und
Feststellung von Schäden nach der Ernte plädiert der NABU für
Ausgleichszahlungen an die betroffenen Landwirte. Den Abschuss von Schwänen
lehnt der NABU strikt ab.

„Konsens zwischen der Forstbehörde und dem NABU war es bisher, bei
möglichen Schäden durch Schwäne unbürokratisch zu handeln“, erläutert
Stephan Zirpel, Geschäftsführer des NABU Hamburg, „unbürokratisch wäre es
vor dem Schwanenabschuss in Altengamme aber gewesen, wenn den zwei
betroffenen Landwirten Ausgleichzahlungen in Aussicht gestellt worden
wären.“ Zur Erinnerung: Zwischen Weihnachten und dem 15. Januar wurden
sieben Schwäne in Altengamme geschossen. Grund für den Abschuss soll ein
angeblicher Schaden an Rapspflanzen gewesen sein. „Immer wieder behaupten
Landwirte und Jäger, einen Schaden durch Schwäne festgestellt zu haben“,
erläutert Zirpel, „eine wirkliche Prüfung dieser Schäden findet aber nie
statt.“ Er fordert deshalb eine nachvollziehbare Prüfung durch unabhängige
Fachleute nach der Ernte. Bei tatsächlich festgestellten Schäden müsse
selbstverständlich ein Ausgleich gezahlt werden, so der NABU.
Der maximale Winterbestand der Schwäne in ganz Hamburg liegt bei etwa 200
Tieren. Unter den zum Abschuss freigegebenen Schwänen waren auch seltene
Singschwäne, die sich dort als Wintergäste aufhielten und nicht geschossen
werden dürfen. Bei Verwendung von Bleischrot ist eine Gefährdung der
Singschwäne nicht ausgeschlossen. Dies gilt übrigens auch für die gehegten
Alsterschwäne, von denen durchaus einige flugfähig sind und sich unter die
Wildschwäne mischen können.


Bernd Quellmalz (V.i.S.d.P.)
Pressesprecher
Naturschutzbund Deutschland (NABU)
Landesverband Hamburg e.V.

Für seine erfolgreiche Naturschutzarbeit benötigt der NABU eine breite
Unterstützung und eine starke Mitgliederbasis. Bitte treten Sie deshalb
noch heute bei. Ein Anmeldeformular (pdf-Datei) finden Sie unter
www.NABU-Hamburg.de/html/pdf/mitgl1.pdf


nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

Jetzt Nistkästen aufhängen! | Neuer Veranstaltungskalender 1. Halbjahr 2003