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ISSN 1610-0611
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Wahlfreiheit zwischen Ehe und Arbeit

Offener Brief von Delegierten der Mitgliederversammlung des DEUTSCHEN FRAUENRATES an Wolfgang Clement:

Wahlfreiheit zwischen Ehe und Arbeit

Auf der Mitgliederversammlung des DEUTSCHEN FRAUENRATES am vergangenen Wochenende haben Teilnehmerinnen in einem Offenen Brief Stellung bezogen zu jüngsten Äußerungen des Bundeswirtschaftsministers in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Das Schreiben bezieht sich auf folgendes Zitat von Wolfgang Clement aus der FAZ vom 31.10.2003:
"Wer genau hinschaut, der wird erkennen, dass die neuen Vermittlungs- und Zumutbarkeitsregeln bewirken werden, dass wir uns auf die
wirklichen Jobsucher konzentrieren. Einmal drastisch gesprochen: die Ehefrauen gutverdienender Angestellter oder Beamter akzeptieren einen Mini-Job oder müssen aus der Arbeitsvermittlung ausscheiden."

Dazu schreiben die Verfasserinnen des Offenen Briefes:
"Damit ist die Katze aus dem Sack! Die Teilnehmerinnen der Mitgliederversammlung des Deutschen Frauenrates empfehlen Ihnen für
weitere öffentliche Äußerungen die folgenden innovativen Merksätze:
o Sorgende Väter sagen ihren Töchtern: Pass auf bei der Partnerwahl. Willst Du Deinen Beruf ausüben, kommen Gutverdiener eher nicht infrage.
o Ein paar Stunden im Mini-Job reichen, um die hohe Qualifikation von Frauen für die Wirtschaft zu nutzen.
o Weil Frauen Männerkarrieren unterstützen und Kinder erziehen sollen, ist das Streben nach Eigenständigkeit unpatriotisch.
o Wer dennoch für sich selbst sorgen möchte oder muss, kann dies auch mit zwei, drei oder mehr Mini-Jobs tun.
o Der Staat garantiert Frauen die uneingeschränkte Wahlfreiheit zwischen Ehe und Arbeit.

Zu Nebenwirkungen und Risiken fragen Sie den Deutschen Frauenrat."


Berlin, 12. November 2003 / Nr. 10/03
V.i.S.d.P.:
Ulrike Helwerth
Deutscher Frauenrat
Presse- und Öffentlichkeitsreferentin
Axel-Springer-Str. 54a
10117 Berlin
www.frauenrat.de


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An den Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Herrn Wolfgang Clement Scharnhorststr. 34-37

10115 Berlin Berlin, 8. November 2003

Sehr geehrter Herr Bundesminister Clement,

Sie haben im Interview mit der FAZ am 31.10.03 gesagt:

„Wer genau hinschaut, der wird erkennen, dass die neuen Vermittlungs- und Zumutbarkeitsregeln bewirken werden, dass wir uns auf die wirklichen Jobsucher konzentrieren. Einmal drastisch gesprochen: die Ehefrauen gutverdienender Angestellter oder Beamter akzeptieren einen Mini-Job oder müssen aus der Arbeitsvermittlung ausscheiden.„

Damit ist die Katze aus dem Sack! Die Teilnehmerinnen der Mitgliederversammlung des Deutschen Frauenrates empfehlen Ihnen für weitere öffentliche Äußerungen die folgenden innovativen Merksätze:
-Sorgende Väter sagen ihren Töchtern: Pass auf bei der Partnerwahl. Willst Du Deinen Beruf ausüben, kommen Gutverdiener eher nicht infrage. --Ein paar Stunden im Mini-Job reichen, um die hohe Qualifikation von Frauen für die Wirtschaft zu nutzen. -Weil Frauen Männerkarrieren unterstützen und Kinder erziehen sollen, ist das Streben nach Eigenständigkeit unpatriotisch. -Wer dennoch für sich selbst sorgen möchte oder muss, kann dies auch mit zwei, drei oder mehr Mini-Jobs tun. -Der Staat garantiert Frauen die uneingeschränkte Wahlfreiheit zwischen Ehe und Arbeit.

Zu Nebenwirkungen und Risiken fragen Sie den Deutschen Frauenrat.

Hochachtungsvoll

Ute Wiegand-Fleischhacker (Deutscher Beamtenbund – Tarifunion), Silke Schönrock (Deutscher Hausfrauenbund), Dagmar Pohl-Laukamp (Deutscher Akademikerinnenbund), Angela Andersen (Deutscher Ingenieurinnenbund), Ingeborg Sieling (Deutscher Sportbund), Agnes Lampke (Deutscher Frauenring), Barbara Stober (Frauenunion), Gaby Kirch-Verfuß (Bundesverband der Frau im freien Beruf und Management), Eva Schneider-Borgmann (Deutscher Frauenring), Erika Sembritzki (Demokratischer Frauenbund), Brigitte Triems (Demokratischer Frauenbund), Heike Leitner (Frauen in der Informatik der GI), Birgitta M. Schulte (Journalistinnenbund), Isa Hasselt (Berufsverband Hauswirtschaft), Monika Reber (Frauen im Ingenieurberuf/Dachverband VDI), Antje Lode (Zonta International), Roswitha Blömers (Bundesverband Meisterinnen der Hauswirtschaft), Helgard Ulshoefer (Deutscher Staatsbürgerinnen-Verband), Martina Jacob (Verband allein erziehender Mütter und Väter), Brigitte Frank (Soroptimist International), Heike Rohdenburg (Business and Professional Women Germany), Christa-Maria Schmidt-Jaag ((Evangelische Akademikerschaft in Deutschland), Heike-Ruth Kleiber (Frauenwerk der evangelisch-methodistischen Kirche), Dagmar Althausen (Evangelische Frauenarbeit in Deutschland/Evangelische Frauenhilfe in Deutschland), Josefine Hallmann (Evangelische Frauenarbeit in Deutschland), Karin Daur (Evangelische Frauenarbeit in Deutschland), Inge Heiling (Zehlendorfer Verband für Diakonie), Marianne Lindberg-Kauffeld (Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung), Katharina Katt (Evangelische Frauenarbeit in Deutschland), Ellen Wagener (Evangelische Frauenarbeit in Deutschland), Inge Gehlert (Deutscher Evangelischer Frauenbund), Ulrike Krause (Evangelische Frauenarbeit in Deutschland), Bärbel Sanchez (Verband binationaler Familien und Partnerschaften).


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