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ISSN 1610-0611
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Altersteilzeit

Weniger Frühpensionierungen bei Lehrern, aber keine Entwarnung
GEW-Zumeldung zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes: Arbeits-
und Gesundheitsschutz verbessern

Frankfurt a.M./Wiesbaden - "Die Altersteilzeit ist der entscheidende Grund
für den Rückgang der Frühpensionierungen wegen Dienstunfähigkeit bei
Lehrkräften. Sie muss erhalten bleiben", erklärte Eva-Maria-Stange,
Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). 2002 haben
laut Statistischem Bundesamt fast doppelt so viele Lehrkräfte wie im Vorjahr
das Angebot angenommen, in Altersteilzeit zu gehen. Sie warnte aber vor dem
Schluss, dass die Zahl der vorzeitigen Pensionierungen auch künftig
kontinuierlich sinken werden.

Stange machte deutlich, dass immer noch zu viele Lehrkräfte wegen
Dienstunfähigkeit "vorzeitig das Handtuch werfen müssen". "Dieser Zustand
muss im Interesse der Lehrkräfte und der Schüler verändert werden. Auch wenn
sich viele Bundesländer verweigern: Der Arbeits- und Gesundheitsschutz muss
auch endlich in den Schulen verbessert, die Arbeitsbelastung verringert
werden", sagte die GEW-Chefin.

"Wir brauchen kleinere Klassen, insbesondere in sozialen Brennpunkten mit
vielen Schülern, die besondere Unterstützung und mehr Zeit brauchen",
forderte sie. Entlastung bringe den Lehrern auch ein vernünftiger Wechsel
zwischen Unterrichts- und Erholungsphasen. Ganztagsschulen böten die
Möglichkeit für Konzepte, die Schülern und Lehrern helfen, etwa die bessere
Zusammenarbeit und kollegiale Unterstützung zu organisieren.

Die Gewerkschafterin forderte Beratungs- und Trainingsprogramme wie
Supervision, damit Lehrkräfte Stresssituationen besser meistern können.

Stange verwies darauf, dass die jetzt in der Öffentlichkeit diskutierte
"demografische Arbeitszeitgestaltung" zur Entlastung älterer Arbeitnehmer an
Schulen ein alter Hut sei. "Ältere Lehrkräfte haben in der Vergangenheit ein
bis zwei Stunden weniger unterrichtet als jüngere. Doch diese sogenannte
Altersermäßigung haben die Länder bei ihren Sparrunden im Laufe der Jahre
fast alle wieder einkassiert - ebenso wie die geringere
Unterrichtsverpflichtung für Schwerbehinderte. Diese Maßnahmen sind
kontraproduktiv, wenn man Gesundheit und Arbeitsfähigkeit der Lehrkräfte
erhalten will", sagte Stange.


http://www.gew.de/
141103


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