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ISSN 1610-0611
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„Bürokratiemühlen zermahlen Gleichstellungsrecht“

GEW-Tagung: „Politik und Praxis der Gleichstellung der Geschlechter im Bildungsbereich“

Magdeburg – „Die Bürokratiemühlen zermahlen das Gleichstellungsrecht. Viele Bundesländer nutzen die klamme Kassenlage, um die ungeliebten Gleichstellungsgesetze auf kaltem Wege auszuhebeln“, erklärte Larissa Klinzing, für Frauenpolitik zuständiges Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), während der Konferenz „Politik und Praxis der Gleichstellung der Geschlechter im Bildungsbereich“ heute in Magdeburg. Sie forderte eine Offensive gegen die Verschlechterungen des Gleichstellungsrechts im Schulbereich.

So genannte Verwaltungsreformen hätten dazu geführt, dass Gleichstellungsbeauftragte für immer mehr Frauen zuständig sind. „In Hamburg gibt es schon jetzt für 16.000 Lehrerinnen an über 400 Schulen überhaupt keine Frauenvertretung mehr. Ab 2004 sollen sich in Sachsen-Anhalt zwei Gleichstellungsbeauftragte um 19.000 Lehrerinnen in fast 2.500 Schulen kümmern. Eine individuelle Beratung und Betreuung der Frauen ist so nicht mehr möglich“, stellte Klinzing fest. Bisher habe Sachsen-Anhalt neun hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte für diesen Bereich beschäftigt.

Die GEW-Sprecherin wies darauf hin, dass die Maßnahmen zur Frauenförderung der Vergangenheit bei dem immer schneller voranschreitenden Abbau von Arbeitsplätzen nicht mehr griffen. „Wir brauchen neue Regelungen, damit Stellenabbau nicht in erster Linie auf dem Rücken der Frauen ausgetragen wird“, sagte Klinzing. So habe etwa Berlin trotz schwieriger Finanzlage ein richtungsweisendes Gesetz verabschiedet. In diesem Bundesland sei festgeschrieben, dass sich bei der Streichung von Stellen der Anteil von Frauen in Bereichen, in denen sie unterrepräsentiert sind, nicht verringern darf.



21. November 2003
ur/kr


GEW-Hauptvorstand – Pressestelle – verantwortlich: Ulf Rödde – Postfach 90 04 09 – 60444 Frankfurt am Main
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