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ISSN 1610-0611
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Gesetze gegen deutsche Sextouristen

Weltkindertag

"Brot für die Welt" und ECPAT fordern
Verschärfung der Gesetze gegen deutsche Sextouristen

"Brot für die Welt" und die
Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung (ECPAT)
fordern den Bundesrat anlässlich des Weltkindertags am 20. September auf,
der vom Bundestag beschlossenen Strafverschärfung für Sexualverbrechen an
Kindern und Jugendlichen auch im Ausland zuzustimmen. Am 26. September soll
darüber im Bundesrat beraten werden, allerdings haben einige
Landesregierungen bereits Widerstand angekündigt.

Ein umgehendes Inkrafttreten würde der Polizei in Deutschland die
Ermittlungen und die Beweisführung wesentlich erleichtern, so die beiden
Organisationen. "Bisher arbeiten die bürokratischen Mühlen für die Täter",
sagt Andreas Selmici, Menschenrechtsexperte bei "Brot für die Welt". Seit
September 1993 könne der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen im
Ausland zwar auch in Deutschland strafrechtlich verfolgt werden, wegen
komplizierter Rechtshilfeverfahren gäbe es aber kaum Verurteilungen.

"In den ersten fünf Jahren seit Einführung des Gesetzes, ist es bei 33
Verfahren nur zu 13 Schuldsprüchen gekommen", berichtet Mechthild Maurer von
ECPAT. Häufig bekämen die Täter bereits vor einem Verfahren in dem Land, wo
die Sexualstraftat begangen wurde, Ausreisepapiere ausgestellt. Viele
entgingen so den dortigen Justizbehörden. In Deutschland hingegen könnten
sich die Täter bisher weitgehend sicher fühlen.

"Brot für die Welt" ist Gründungsmitglied von ECPAT. Die Arbeitsgemeinschaft
setzt sich seit 1990 gegen die sexuell Ausbeutung von Kindern ein. Nach
Schätzungen werden weltweit zwei Millionen Kinder in der Prostitution und
für pornographische Zwecke missbraucht.





Stuttgart, 19. September 2003.
Ute Dilg, Pressereferentin
www.brot-fuer-die-welt.de


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