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ISSN 1610-0611
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Menschenwürde kann nicht abgestuft werden

Caritaspräsident Peter Neher wirft Bundesjustizministerin Zypries die Aufkündigung eines ethischen Konsenses vor

Eine klare und langfristige Position zugunsten des Lebensschutzes allen menschlichen Lebens fordert der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Peter Neher, von der Bundesregierung. Nachdrücklich wendet er sich gegen die Äußerung von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, die Menschenwürde von Embryonen außerhalb des Mutterleibes sei anders zu bewerten als diejenige von implantierten Embryonen. Die Ministerin stelle damit einen ethischen Konsens in Frage, der im Rahmen der Stammzellendebatte im Bundestag auf breiter Ebene erreicht worden sei. "Der Lebensschutz für menschliches Leben", so Neher, "gilt ab der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle und kann nicht von irgendwelchen Umständen abhängig gemacht werden." Die Menschenwürde sei durch das Grundgesetz geschützt und könne nicht abgestuft oder einer Güterabwägung mit Forschungsinteressen unterzogen werden.

Für den Deutschen Caritasverband ist jede Relativierung des Embryonenschutzes inakzeptabel, betont der Präsident. Damit könne eine Dynamik in Gang kommen, durch die irgendwann auch Menschen etwa mit Behinderungen oder mit altersbedingten demenziellen Erkrankungen die Menschenwürde zugeteilt oder abgesprochen werde. "Forschungsfreiheit und wirtschaftliche Interessen, so legitim sie an sich auch sein mögen, enden dort, wo grundsätzliche Werte unseres Zusammenlebens in Frage gestellt werden."



FREIBURG. 31. Oktober 2003.
http://www.caritas.de/


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