Soziale Sicherungssysteme auf breitere Basis stellen GEW-Seniorentag fordert mehr gesellschaftliche Teilhabe für ältere Menschen
Halle - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat gefordert, die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme nicht allein am Faktor Arbeit festzumachen. „Wir müssen die Kosten für Alterssicherung und Gesundheitsfürsorge auf eine breitere Basis stellen„, erklärte Larissa Klinzing, beim GEW-Hauptvorstand für Seniorenpolitik zuständig, vor 200 Teilnehmern beim Seniorentag ihrer Organisation in Halle. Mit dem Totschlagargument der demografischen Entwicklung dürfe nicht weiter Sozialabbau betrieben werden. Dies lenke lediglich von den Versäumnissen der Politik in den vergangenen Jahren ab, die soziale Sicherung der Menschen langfristig auf eine solide Basis zu stellen.
Umstrukturierungen der sozialen Sicherungssysteme brauchten Akzeptanz in der ganzen Gesellschaft. „Jetzt auf der Klaviatur des Generationenkonflikts zu spielen, geht in die falsche Richtung„, sagte Klinzing. Die Interessen von älteren Menschen an gesellschaftlicher Teilhabe sei ebenso legitim, wie das Verlangen der jungen Generation, nicht von Sozialabgaben erdrückt zu werden.
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hauptvorstand 19.06.03