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ISSN 1610-0611
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Forschungsetat nicht kürzen

DGB appelliert an die Koalition: Forschungsetat nicht kürzen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund lehnt die Pläne der Koalition zur Kürzung des
Forschungsetats im kommenden Jahr ab. Mit Blick auf die laufenden
Haushaltsberatungen, appelliert DGB-Vorstandsmitglied Heinz Putzhammer an
die Bundesregierung, die geplante Kürzung des Forschungsetats um 84
Millionen Euro zurückzunehmen. "Um unsere internationale
Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, brauchen wir nicht weniger, sondern mehr
Forschung", so Putzhammer weiter.

Der Vorsprung der deutschen Wirtschaft beruhe auf der Qualität angebotener
Güter und Dienstleistungen. Dieser Wettbewerbsvorteil gerate aber - wie das
zunehmende Handelsbilanzdefizit mit wissensintensiven, insbesondere
technischen Dienstleistungen zeige - zunehmend in Gefahr. Während andere
Wirtschaftsnationen die private und staatliche Finanzierung von Forschung
und Entwicklung zum Teil massiv ausweiten, "schneiden Unternehmen
hierzulande nach drei Jahren Wirtschaftskrise leider in ihre Forschungsetats
ein". Umso mehr sei nun die öffentliche Hand gefordert, aktiv Forschung und
Entwicklung zu fördern", sagte Putzhammer.

In der EU hätten sich die Regierungen darauf verständigt, den Anteil der
Forschungs- und Entwicklungsausgaben gemessen am Bruttoinlandsprodukt bis
2010 auf drei Prozent zu steigern. In Deutschland betrage dieser Anteil
derzeit lediglich 2,5 Prozent. Durch die geplanten Kürzungen von Unternehmen
und öffentlicher Hand drohe Deutschland im internationalen Vergleich weiter
zurückzufallen. Putzhammer warnte: "Deutschlands wichtigste Konkurrenten
steigern ihre Investitionen in Wissenschaft und Forschung erheblich".

Besondere Bedeutung komme dabei dem Programm "Innovative Arbeitsgestaltung
und Dienstleistungen" zu. Ziel des Förderprogrammes sei es, einen
gravierenden Missstand zu beheben - die viel zu lange Zeit, die hierzulande
zwischen einem Forschungsergebnis oder einer zündenden Idee und der
Umsetzung in innovative Güter und vor allem Dienstleistungen verstreicht. Um
diese Zeit zu verkürzen, müssen die Arbeitsorganisation in den Betrieben
verbessert, kreativitätsfördernde Unternehmenskulturen gefördert und moderne
Managementkonzepte entwickelt werden.



Donnerstag, 13. November 2003
DGB Bundesvorstand Pressestelle
Verantwortlich: Hilmar Höhn
Henriette-Herz-Platz 2,10178 Berlin, Germany
Internet: www.dgb.de


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