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ISSN 1610-0611
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Macht Platz für Kinder!

Macht Platz für Kinder!

UNICEF-Schirmherrin Christina Rau: „Kinder müssen ein selbstverständlicher

Bestandteil unseres Alltags bleiben“

UNICEF ruft dazu auf, die Interessen der Kinder in Politik und Gesellschaft vorrangig zu berücksichtigen. „Wir alle haben Verantwortung für die Kinder“, sagte UNICEF-Schirmherrin Christina Rau. „Kinder müssen ein selbstverständlicher Bestandteil unseres Alltags bleiben.“

Während über die Zukunft des Sozialstaates diskutiert und ein „Krieg der Generationen“ heraufbeschworen wird, spielen die konkreten Interessen und Nöte von Kindern in Politik und Gesellschaft nur eine untergeordnete Rolle: ob es um die schlechten Bildungschancen von Kindern aus armen Familien, die Benachteiligung von Flüchtlingskindern, die Situation der über eine Million von Sozialhilfe lebenden Kinder, oder um die mangelnde Beteiligung der Kinder bei der Planung von Schulen, Kindergärten oder Spielplätzen geht. Kinder sind Sympathieträger in Werbung und Medien – von der Politik ernst genommen werden sie kaum.

UNICEF ruft alle Kinder und Jugendlichen dazu auf, sich selbst für ihre Rechte stark zu machen und sich an der Aktion „Juniorbotschafter für Kinderrechte“ zu beteiligen. Im Rahmen der Aktion tragen sie Beispiele für Kinderrechtsverletzungen bei uns und in anderen Ländern zusammen und berichten in einer Unterrichtsstunde darüber. Die besten Aktionen werden im Juni 2004 erstmals mit dem UNICEF-Junior-Oscar ausgezeichnet. Informationen zu der Aktion gibt es im Internet unter www.junior-oscar.de.

Kinder dürfen Kinder sein - so lange sie nicht stören. Im Städtebau oder bei der Verkehrsplanung werden ihre Interessen kaum berücksichtigt. In den meisten deutschen Städten gibt es mehr Autos als Kinder. Trotzdem ist es einfacher, einen Parkplatz zu bekommen als einen Hortplatz. Weil Kinder und Berufstätigkeit nur schwer zu vereinbaren sind, werden Familien aus den Ballungszentren verdrängt, denn sie können sich dort keine Wohnung mehr leisten.

Mehrere Kinder zu haben, bedeutet heute in Deutschland ein echtes Armutsrisiko. Insbesondere Kinder von Alleinerziehenden sind von Armut betroffen. Kinder aus armen Familien sind in vieler Hinsicht benachteiligt: Viele leben in beengten Wohnverhältnissen, in vernachlässigten Stadtteilen mit schlechten Schulen und unzureichenden sozialen Angeboten. Und sie haben häufiger Schwierigkeiten in der Schule.

Auch von Chancengleichheit ist Deutschland weit entfernt. Einer aktuellen UNICEF-Studie zufolge entscheidet der Bildungsstand der Eltern stärker als in den meisten anderen Industrieländern über Schullaufbahn und Bildungserfolg. Kinder aus Familien mit niedrigem Bildungsstand haben eine dreimal höhere Wahrscheinlichkeit, nur unzureichend Lesen und Schreiben zu lernen als ihre Altersgenossen aus bildungsbewussteren Elternhäusern.

Informationen zum UNICEF-Junior-Oskar unter:
http://www.unicef.de/botschafter/s1.html
www.unicef.de




Angelika Söhne
UNICEF Deutschland
Höninger Weg 104
50969 Köln
web: www.unicef.de



Anläßlich
Weltkindertag 2003 am 20.September
Köln, den 19. September 2003
(Redaktion: Text -wg. "nachher ist vorher" gekürzt)



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