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ISSN 1610-0611
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Neues IDA-Projekt „Antisemitismus“

Das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V.
(IDA) startete im Juni das Projekt „Primärer, sekundärer und tertiärer
Antisemitismus. Pädagogische Modelle und Materialien zur Bearbeitung
aktueller Erscheinungsformen des Antisemitismus unter Jugendlichen in der
Bundesrepublik“. Das auf zwei Jahre angelegte Projekt widmet sich aktuellen
Erscheinungsformen des Antisemitismus unter Jugendlichen und entsprechenden
pädagogischen Handlungskonzepten insbesondere für die außerschulische
Jugendarbeit. Dabei werden drei Formen des Antisemitismus unterschieden: die
stereotypen, klassischen Vorurteile (primärer Antisemitismus),
antisemitische Verarbeitungsformen der Tätergesellschaft nach dem Holocaust
(sekundärer Antisemitismus) sowie antisemitische Gefühlswelten, die unter
MigrantInnen kursieren und vor allem Folge des Nahost-Konfliktes sind.
Abgeschlossen werden soll das Projekt u. a. mit einem in der Praxis
erprobten MultiplikatorInnen-Paket und einer Handreichung für Jugendliche.

Schwerpunkte bis Ende 2003 sind der Aufbau eines Netzwerkes von
Jugendverbänden und Fachstellen zum Themenfeld, ein Fachgespräch mit
ExpertInnen, eine Umfrage unter Jugendlichen und ein Flyer mit prägnanten
Informationen zur Frage „Was ist eigentlich … Antisemitismus?“ Die
Ergebnisse des Projektes werden fortlaufend auf der IDA-Webseite
(www.idaev.de) dokumentiert.


Das Projekt wird gefördert durch „Entimon gemeinsam gegen Gewalt und
Rechtsextremismus“, ein Programm im Rahmen des Aktionsprogramms „Jugend für
Toleranz und Demokratie gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und
Antisemitismus“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend (BMFSFJ).




Düsseldorf, 25. Juni 2003
V.i.S.d.P.: Dr. Stephan Bundschuh/IDA e. V., Volmerswerther Str. 20, 40221
Düsseldorf
Pm 9_2003


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