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ISSN 1610-0611
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Neue Jugendvideoproduktionen

Neue Jugendvideoproduktionen zum Verkauf und Ausleihe

Verkauf von neuen Jugendvideoproduktionen

In der Edition des "Medienprojektes Wuppertal" sind im Oktober 2003 folgende Jugendvideoproduktionen neu erschienen, die wir Ihnen zum Ankauf bzw. zur Ausleihe anbieten.

Die professionell gestalteten und unter Anleitung von Filmemachern produzierten Dokumentationen wurden als Bildungsmittel von Jugendlichen für Jugendliche produziert.

1.a „Hallo Krieg“ Dokuserie mit irakischen, amerikanischen und deutschen Jugendlichen zum Irakkrieg 2003. Zusammenschnitt aus allen 5 Teilen der Dokuserie

1b. „Hallo Krieg 5. Die Bagdadreportage" Aktuelle Reportage von 3 Wuppertaler Schülerinnen aus Bagdad zum Krieg und seinen Auswirkungen

2. „Verloren“ Ein Video über Kriegserfahrungen von Kindern und Jugendlichen

3. “In or Between 1 + 2” 2 Filme über das Leben von Jugendlichen in Israel und Deutschland in und zwischen ihren Kulturen. Teil 1 in Deutschland gedreht, Teil 2 in Israel gedreht

4. „QUEER-GEFILMT-Rolle“ 12 lesbische und schwule Kurzfilme aus dem Videoworkshop „Queer-Gefilmt“. Kurzspielfilme, Reportagen, Trickfilme und Interviews über das lesbische Leben und Lieben

5. „Zwischen Abgrund und Neuanfang“ Videodokumentation von und mit jugendlichen Straftätern über ihre Knasterfahrungen

6. „Russische Migranten“ Film 1: „Blinde Katze“ Eine autobiografische Dokumentation junger „Russlanddeutscher“ mit dem Themenschwerpunkt Gewalt; Film 2: „Worauf warte ich hier?“ Dokumentation mit szenischen Teilen über die ersten Erlebnisse von jungen russischen Migranten. 2 Filme auf einer Kassette

7. „Du bist schlimm“ Dokumentation über Mobbing und Gewalt an der Schule

8. „Am rechten Rand“ Videodokumentationsreihe zum Thema Rechtsextremismus

9. „Diagnose Borderline“ Berichte von Betroffenen. Eine Videodokumentation

10. „MOVE“ 13 Trickfilme aus dem Trickfilmworkshop MOVE Näheres zu den Filmen und unserer Produktion entnehmen Sie bitte den kurzen Filminfos (s.u.) oder unserer Homepage: http://www.medienprojekt-wuppertal.de

Auf Anfrage schicken wir Ihnen gerne kostenlos unseren Gesamtkatalog.

Das "Medienprojekt Wuppertal“ ist die größte Videoproduktion für Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland. Die angebotenen Videos entstammen aus verschiedenen medienpädagogischen Modellprojekten. Sie zeichnen sich durch eine besonders hohe und authentische inhaltliche Dichte und ästhetische Qualität aus. Einige der Videos wurden bereits im Fernsehen gesendet und auf Festivals preisgekürt. Mit dem Kauf bzw. der Ausleihe der Videos erhalten Sie die Erlaubnis zum nichtgewerblichen Verleih und zur öffentlichen Aufführung.



Bitte richten Sie Ihre Bestellung schriftlich, per Fax oder eMail an:
Medienprojekt Wuppertal
Hofaue 55, 42103 Wuppertal
Fax: 0202/ 44 68 691. eMail: borderline@wuppertal.de



Info: 1. Preis des Dieter-Baacke-Preises 2003 an Medienprojekt Wuppertal für die Dokuserie >Hallo Krieg<


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D I E   F I L M B E S C H R E I B U N G E N : 

1a. „Hallo Krieg“ Dokuserie mit irakischen, amerikanischen und deutschen Jugendlichen zum Irakkrieg 2003. Zusammenschnitt aus allen 5 Teilen der Dokuserie. 60 Min. (Kauf 30,- €/ Ausleihe 10,- €)

Unter dem Titel >Hallo Krieg< produzierte das „Medienprojekt Wuppertal“ vom Januar bis August 2003 mit Jugendlichen eine 5teilige Dokuserie zum Irakkrieg. Deutsche , irakische und amerikanische Jugendliche dokumentierten mit der Videokamera ihr Leben und ihre Gedanken über mehrere Monate vor, während und nach dem Krieg. Sie wurden dabei angeleitet von Medien-pädagogen und Filmemachern. Die Dokuserie wurde produziert in Bagdad, Wuppertal, Iowa und Oklahoma. Mit dem Filmprojekt soll erreicht werden, Krieg und seine Auswirkungen für Jugendliche in allen drei Ländern aus den verschiedenen Perspektiven und Erfahrungen nachvollziehbarer zu machen.

Die Inhalte der Dokuserie >Hallo Krieg< sind:

· Die irakischen Jugendlichen: aktuelle Interviews, Portraits und Impressionen aus Bagdad vor, während und nach dem Krieg; Interviews mit irakischen Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien (kurdischer und arabischer Herkunft) in Wuppertal; telefonische Interviews mit deren Familienangehörigen im Irak

· Die amerikanischen Jugendlichen: Interviews und Portraits durch 2 Wuppertaler Austauschschüler in Iowa und Oklahoma; telefonische Diskussionen der amerikanischen Jugendlichen mit den irakischen und mit den deutschen Jugendlichen pro und contra Krieg; Interviews mit amerikanischen Soldaten im Irak

· Die deutschen Jugendlichen: 9 SchülerInnen aus verschiedenen Wuppertaler Schulen produzierten den Film und reflektieren in eigenen Stellungnahmen den Kriegsverlauf; Protestaktionen und Demonstrationen von Jugendlichen gegen den Krieg

Infos: Die Interviews werden ergänzt durch Informationen zum Krieg, dokumentarische Kriegsbilder, Bilder aus den USA und dem Irak vor während und nach dem Krieg



1b. „Hallo Krieg 5. Die Bagdadreportage" Aktuelle Reportage von 3 Wuppertaler Schülerinnen aus Bagdad zum Krieg und seinen Auswirkungen. 60 Min. (Kauf 30,- €/ Ausleihe 10,- €)

>Hallo Krieg 5. Die Bagdadreportage< ist der fünfte und letzte Teil der Dokuserie >Hallo Krieg< zum Irakkrieg 2003. Anfang August waren die drei Schülerinnen Lisei Caspers, Alina Vogelsang und Pia Schmitz mit dem Projektleiter Andreas von Hören nach Bagdad gereist, um dort eine professionelle Reportage im Rahmen der Dokuserie >Hallo Krieg< über den Krieg und die Kriegsauswirkungen im Irak aus junger Sichtweise zu drehen. „Hallo Krieg 5“ ist als Sonderteil der Dokuserie eigenständig zu nutzen.

Die Inhalte der Reportage sind – neben vielen Bildern, die das Leben, den Zerfall, die Not und die Bedrohung in Bagdad darstellen –

· die Darstellung des Kriegs aus der Erlebnisweise einer Krankenschwester der Notaufnahme des Al Kindi-Hospitals,
· die Geschichten des Krieges von Ziyad, der schon in anderen Folgen der Dokuserie vor dem Krieg interviewt wurde und während des Krieges private (!) Videoaufnahmen von Raketenangriffen und dem Einmarsch der Amerikaner in sein Viertel drehte,

· Interviews mit ehemaligen irakischen Soldaten über ihre Sicht der amerikanischen Besetzung,

· die Geschichte der Tante der exilirakischen Wuppertaler Jugendlichen Noor, die mit ihrer Familie zu Beginn des Krieges vor den Bomben aus Bagdad nach Syrien floh,

· ein Interview mit Haidar, der beim amerikanischen Raketenangriff auf den Markt El Nasser während des Krieges seine 3 Brüder verlor,

· ein Portrait der Geheimdienstzentrale von Saddam Hussein, wo dieser Tausende von Menschen folterte und umbrachte,

· Kriegsgeschichten von der kurdischen Studentin Susanna und ihrer Flucht in den Nordirak während des Krieges,

· ein Portrait von dem Leben von Bagdader Straßenkindern während des Krieges,

· Interviews mit amerikanischen Soldaten über die Moral des Tötens auf Befehl und ihre Einstellung zu den Irakis.

Durch den Film führen die persönlichen Reflexionen der drei jungen Filmemacherinnen, welche sie jeden Abend in ihrem Hotel in Bagdad als Videotagebuch dokumentierten.

2. „Verloren“ Ein Video über Kriegserfahrungen von Kindern und Jugendlichen. 36 Min. (Kauf 30,- €/ Ausleihe 10,- €)

Im Film werden sechs aus verschiedenen Ländern nach Deutschland geflohene Kinder und Jugendliche über ihre Kriegserfahrungen in ihren Heimatländern von Schülern interviewt. Traumatisiert erzählen sie, was der Krieg in ihrer Kindheit für sie mit sich brachte: Von Bomberdierungen ihrer Orte, von den Ermordungen ihrer Eltern, Verwandten und Nachbarn, von der Flucht in und aus ihren Heimatländern alleine oder mit überlebenden Teilen ihrer Familien, von Angst, Verlust und Trauer, von ihrem Wunsch nach einer freien und friedlichen Welt nicht nur für Kinder.

1. Ahmed, 15 Jahre, aus Palästina: Ahmed erlebte, wie durch einen Einsatz der israelischen Armee im Flüchtlingslager Dschenin in der Westbank sein Haus zerstört und seine Eltern ermordet wurden. Sein Freund wurde von Soldaten beim Steinewerfen auf Panzer von israelischen Soldaten getötet. Seine Oma schickte ihn darauf alleine nach Deutschland, weil die Fatah (palästinensische Befreiungsbewegung) ihn als Selbstmordattentäter rekrutieren wollte.

2. Armani, 14 Jahre, aus Äthiopien: Armani erzählt, wie ihre Schule von Flugzeugen bomberdiert wurde, wie die Jungen ihrer Klasse zu den Kindersoldaten gehen mussten und wie ihre Familie von Eritrea nach Äthiopien fliehen musste.

3. Branka, 19 Jahre, aus Bosnien: Branka berichtet von den Bombenangriffen auf ihre Stadt und der Flucht ihrer Familie aufs Land. Um sich zu schützen und weil sie keine Zukunft für sich sah, beschloss die Familie, nach Deutschland auszuwandern. Hier fühlt sie sich zwar sicher, trauert aber ihrer verlassenen Freunde und Heimat nach

4. Farug, 17 Jahre, aus Afghanistan: Im Krieg lebte Farug lange Zeit ohne Wasser, Essen und Strom. Er sah im Krieg viele Tote. Als das Haus seiner Nachbarn bei einem Angriff zerstört wurde, flüchtete er ohne Gepäck zuerst zu seiner Tante, wo aber auch bombardiert wurde, dann außer Landes. Immer wieder musste er während des Krieges an seine Freunde in Gefahr denken.

5. Hani, 19 Jahre, aus Dschenin: Hani wird beim Angriff der israelischen Armee auf seine Schule verletzt. Soldaten verschleppen ihn mehrfach ins Gefängnis, um zu erfahren, wo sein Vater sich versteckt hält und foltern ihn mit Schlägen auf den Kopf.

6. Aysel, 24 Jahre, Türkei/ kurdische Gebiete: Aysels Vater wird während einer Demonstration zum kurdischen Neujahrsfest Newroz durch einen Panzer der türkischen Armee überrollt, während die Oma sich noch gerade vor dem Soldateneinsatz gegen die Demonstranten retten kann. Im Krankenhaus stirbt der Vater, seine Leiche bekommt die Familie nie zu sehen. Noch heute wartet Aysel in ihren Träumen darauf, dass ihr Vater wieder nach Hause kommt.



3. "In or Between 1 + 2” 2 Filme über das Leben von Jugendlichen in Israel und Deutschland in und zwischen ihren Kulturen. 2 Teile. deutsch/ arabisch/ hebräisch, 3 verschieden untertitelte Versionen: deutsche, arabische+ hebräische oder englische Untertitel. Teil 1: in Deutschland gedreht, 70 Min. Teil 2: in Israel gedreht, 100 Min. (Kauf je 30,- €/ Ausleihe je 10,- €)

Die Filme fokussiert das Leben von acht jungen Menschen verschiedener Kulturen in Israel und Deutschland durch selbst erzählte Geschichten. 4 israelische Jugendliche (davon 2 jüdisch und 2 palästinensisch-israelisch) und 4 Jugendliche aus Deutschland (davon 2 deutschstämmig und 2 aus zugewanderten Familien) produzierten in diesem zweiteiligen Projekt gemeinsam unter professioneller Anleitung von Filmemachern zwei Videodokumentnationen, eine im Oktober 2001 in Deutschland und eine im April 2002 in Israel. Gemeinsames Thema der Filme war das Leben und Zusammenleben von Jugendlichen verschiedener Kulturen in beiden Ländern. Im Mittelpunkt des ersten Films steht das Leben in Deutschland, im zweiten Film das Leben in Israel - subjektiv portraitiert aus der Innenperspektive der jeweils einheimischen Jugendlichen und dem unterstützenden wie auch kritischen Blick der „fremden“ Jugendlichen von Außen.

In den Filmen werden verschiedene, auch gegensätzliche Meinungen und Geschichten mit oder ohne Verständnis für „den anderen“ nebeneinander gestellt – zwei ehrliche Filme ohne Happy End. Indem die Protagonisten Innenansichten ihrer persönlichen Erlebniswelten beschreiben, reflektieren sie aus junger Sichtweise die Perspektiven ihrer Gesellschaften und schlagen so eine Brücke der Verständigung zwischen den verschiedenen Kulturen.

In den jeweils zwei Wochen Drehzeit reflektierten die besuchenden Jugendlichen jeden Abend ihr persönliches Erleben im Gastland in Videotagebüchern, die den zugehörigen Filmgeschichten vorangestellt wurden. Alle Interviews im Film wurden von den Jugendlichen muttersprachlich geführt. Vorbereitend auf den Dreh wurden von den Jugendlichen in Israel und Deutschland die Inhalte der Filme intensiv vorbereitet. Die Jugendlichen, die hierbei von Filmemachern unterstützt wurden, sind in diesen Film vor und hinter der Kamera



4. „QUEER-GEFILMT-Rolle“ 12 lesbische und schwule Kurzfilme aus dem Videoworkshop „Queer-Gefilmt“. Kurzspielfilme, Reportagen, Trickfilme und Interviews über das lesbische Leben und Lieben. 176 Min. (Kauf 30,- €/ Ausleihe 10,- €)

70 lesbische und schwule Jugendliche im Alter von 14 bis 26 Jahren aus Nordrhein Westfalen produzierten unter Anleitung von FilmemacherInnen vom 18. bis 20. Juli 2003 in Wuppertal im Rahmen des Videoworkshops „Queer-gefilmt“ 12 Kurzfilme über das lesbische bzw. schwule Leben und Lieben. Zwischen den Filmen erzählen die Jugendlichen biografisch über das Schöne und die Probleme des Schwul- bzw. Lesbischseins.

Die Filme:

1. Die Maus filmt queer Lach- und Sachgeschichten heute mit Katrin und Anne und wie sie sich kennenlernen. Mit Jan, dem es am Anfang gar nicht gut geht, seinem Schutzengel, dem Luna. Außerdem mit Tom und seiner Werkzeugkiste, einem ganz gewöhnlichen Cafe und natürlich der Maus und dem Elefanten. Eine schwul/lesbische Parodie auf die Sendung mit der Maus als Aufklärungsfilm für Jung und Alt.

2. Homo...sapiens International Was denkt man in anderen Ländern über Lesben und Schwule. Was denken ausländische Mitbürger in Deutschland über Lesben und Schwule? Warum leben Lesben und Schwule aus anderen Ländern bei uns? Eine Reportage

3. Reflexionen Zwei inszenierte biografische Geschichten über alltägliche Gewalt gegen lesbische Mädchen und die Versuche, diesen Teufelskreis zu durchbrechen und neuen Halt zu finden.

4. Obstsalat Kurzgeschnitten: Ein Spiel mit Klischees, dem Flirten und der Leichtigkeit. Eine kleine lesbische Kollage

5. Vier Engel für Charlette Die vier Engel in ihrem Kampf gegen Diskriminierung von Schwulen und Lesben.

6. Zauberhaft verzickte Schwestern 3 Das Schwarze Buch ist seit einiger Zeit im Besitz der zauberhaft verzickten Schwestern- doch nun droht die Gefahr, dass es in die falsche Hände gerät. DritterTeil der ultimativen Schwulen-Sitcom

7. Alptraum Die Geschichte eines Jungen, der, weil er schwul ist, von Eltern und Freunden, in der Schule und in der Freizeit beschimpft, angegriffen und nicht akzeptiert wird. Dann träumt er die „verkehrte“ Welt, wie er als Hetero alleine ist... Ein realer und ein geträumter Alptraum.

8. Hauptsache glücklich Verschiedene Personen in verschiedenen Situationen von Dating, Beziehungsstress, Hochzeitsvorbereitungen und Elterngesprächen. Es geht um Beziehungen, doch dem Zuschauer bleibt offen, ob die AkteurInnen homo- oder heterosexuell sind. Und die Moral: „Wer mit wem ist doch egal – Hauptsache glücklich!“

9. Peter& Klaus Klaus ist schwul und will ficken. Wie funktioniert das? Ein Aufklärungsfilm vom ersten Ansprechen bis zum Ziel. Wie es geht – und vor allem: Wie es nicht geht.

10. Bitter Sweet Outen bei Eltern, Freunden und auf der Arbeit, Gespräche mit HeterofreundInnen, schwulenfeindliche Anmache - 3 positive und 3 negative Geschichten zwischen zwei Küssen über die schönen und die bitteren Seiten des lesbischen und schwulen Liebens, wie offen und frei, wie versteckt und defensiv gelebt und geliebt wird.

11. Gefühlswelten Jugendliche verschiedenen Alters sprechen über ihre ersten homosexuellen Erfahrungen, Ängste und Träume. Ein Lauf in der Gedankenwelt beginnt. Gedankliche Momente von verliebt bis fasziniert über Ängste bis zur Selbstverachtung werden dargestellt. Ein innerer Prozess, der in einem geouteten Leben mit Zufriedenheit enden kann, wenn man sich selbst eingesteht, dass man keine Wahl hat.

12. Pervers? Eine Kollage aus Straßeninterviews mit Passanten über das, was diesen wichtig in Beziehungen ist, und über ihre Meinungen gegenüber Lesben und Schwulen, unterbrochen durch absurde Inszenierungen, was den Zuschauer/ die Zuschauerin mit der Frage konfrontiert: Was ist pervers, wie macht die Gesellschaft jemanden zum Perversen, wo wir, die lesbischen und schwulen Jugendlichen, uns doch als normal fühlen.?

Im Anschluss der Filme befinden sich jeweils ca. 5minütige Langversionen der zwischen den Filmen montierten Interviews zu folgenden Themen:

Kennen lernen & Verlieben 1, Coming Out, Lesbisches Leben, Schwules Leben, Kennen lernen & Verlieben, Lust und Sexuelles von Schwulen, Diskriminierung, Szene, Meine Mutter, Mein Vater, Freundschaft, Gewalt, Schwules Selbstverständnis



5. „Zwischen Abgrund und Neuanfang“ Videodokumentation von und mit jugendlichen Straftätern über ihre Knasterfahrungen. 60 Min. (Kauf 30,- €/ Ausleihe 10,- €)

„Ich habe nie damit gerechnet, im Knast zu landen.“ Doch was passiert, wenn es doch passiert, wenn das Leben so schief läuft, dass Untersuchungshaft und Verurteilung ernüchternde Realität werden?

Der Film thematisiert Knast und Strafe als Konsequenz von Straftaten aus der authentischen Sichtweise von betroffenen Jugendlichen. Sieben Jugendliche zwischen 18 und 21 Jahren drehte
während ihrer Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Wuppertal einen Film über ihr Leben im Knast. Einige sind „alte Hasen“ und haben schon mehrere Jahre hinter Gittern verbracht. Andere hingegen sind zum ersten Mal „eingefahren“ und erleben einen Alltag, den sie als Alptraum empfinden. Die Inhaftierten beschreiben, wie sie den Beginn ihrer Haft erlebten und wie sie mit den endlosen Stunden in der Zelle klarzukommen versuchen. Sie alle wissen, dass sie schwerwiegende Delikte begangen haben und sagen, dass sie zu recht „sitzen“.

· Sven kommt mit seiner Situation überhaupt nicht klar, wird regelmäßig aggressiv und erlebt seine Haft als Trauma.

· Alex und Sebastian hingegen wirken cool und locker. Sie sind hafterfahren und scheinen keine Illusionen zu haben.

· Martin und Markus hingegen sehen die Haft als heilsamen Schock und haben feste Vorsätze, machen Therapien und versuchen, ihr Leben auch in der Haft konstruktiv zu gestalten.

Die Jugendlichen berichten über ihren oft öden Alltag, über ihren Umgang mit den Vollzugsbeamten und über die Atmosphäre untereinander. Sie beschreiben, wie sie ihre Taten selbst sehen und mit welchen Gefühlen sie ihren Eltern bei den wenigen Besuchen begegnen, wie sie ihre kleinen Freiheiten erleben, die Gottesdienste, die Arbeits- und Freizeitmöglichkeiten. „Ich wünsche keinem, diese Erfahrung zu machen,“ bringt Sven seine Gefühle auf den Punkt, und darin sind sich alle Inhaftierten trotz ihrer unterschiedlichen Perspektiven einig.

Ergänzt wird der Film durch Interviews mit Jugendlichen, die aus der Außenperspektive als (noch) nicht „Einsitzende“ über den Knast berichten. So entsteht ein Kaleidoskop subjektiver Eindrücke und Geschichten von jungen Menschen, die eine schwerwiegende Lebenszäsur erleben, die den Zuschauer vor die Frage stellt: Was bringt der Knast, als Strafe und/oder Resozialisierung - für die Inhaftierten, als Aussicht für gefährdete Jugendliche, für die Gesellschaft?



6. „Russische Migranten“ Film 1: „Blinde Katze“ Eine autobiografische Dokumentation junger „Russlanddeutscher“ mit dem Themenschwerpunkt Gewalt; Film 2: „Worauf warte ich hier?“ Dokumentation mit szenischen Teilen über die ersten Erlebnisse von jungen russischen Migranten. 2 Filme auf einer Kassette (Kauf 30,- €/ Ausleihe 10,- €)

6a. >BLINDE KATZE<. Eine autobiografische Dokumentation junger „Russlanddeutscher“ mit Themenschwerpunkt „Gewalt“ 2003. 27 Min.

In dem Video beschreiben vier zugewanderte junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 22 Jahren aus Kasachstan und Kirgisien Stationen ihres Lebens:

Sie erzählen von den Verhältnissen ihrer Herkunftsländer und den Umständen ihrer Einwanderung. Die Erfahrungen, die sie in den ersten Jahren als Fremde in Deutschland machten brachte sie wie viele andere „Russlanddeutsche“ zu einer russischen Sub-kultur innerhalb der deutschen Gesellschaft. Diese Subkultur bewerten die Beteiligten unterschiedlich: Einerseits als Stärke, anderseits als Beschränkung und Isolierung.

In diesem Zusammenhang geht es auch um das Thema Gewalt. Alle haben Gewalterfahrungen, als Täter sowie als Opfer. Slava, Damir und Vladimir sehen ihre Auseinandersetzungen als Notwehr und Verpflichtung Freunden zu helfen. Sie geraten gewollt oder ungewollt in Situationen von Gewaltanwendungen- oft mit Türken und anderen Migranten, aber auch untereinander. Olesja kritisiert die Jungs dafür und empfindet ihre Haltung als Folge von Gruppenzwang. Sie wehrt sich dagegen in ein Russisches „Getto“ zu geraten.

6b. >Worauf warte ich hier?< Dokumentation mit szenischen Teilen über die ersten Eindrücke und Erlebnisse von jungen russischen Migranten. 20 Min.

Sie sind erst seit wenigen Wochen in Deutschland, sprechen noch kein Deutsch und wohnen in Übergangswohnheimen: Jugendliche aus Russland und der Ukraine. In diesem Film zeigen und beschreiben sie szenisch und dokumentarisch ihre Gefühle, Erwartungen und Ängste als „Neue“ in einem fremden Land. In ihrem Film spielen sie Situationen ihres Lebens nach:

- Abreise aus der Heimat

- Scham zum ersten mal zum Sozialamt zu gehen

- Schlechte Behandlung auf deutschen Ämtern

- Perspektivlosigkeit

In den Interviews berichten sie über Stationen ihres Lebens, ihre Wohnsituation, und Perspektiven.



7. „Du bist schlimm“ Dokumentation über Mobbing und Gewalt an der Schule. 27 Min. (Kauf 30,- €/ Ausleihe 10,- €)

In einem mehrmonatigen Langzeitprojekt erarbeiteten Schüler und Schülerinnen der 9. Klasse eines Gymnasiums gemeinsam mit einem Lehrer und einem Medienpädagogen diese Videodokumentation zum Thema Mobbing und Gewalt in Schule. Die SchülerInnen beschreiben in selbst erlebten Geschichten ihre Erlebnisse aus Opfer- und Täterperspektive sowie als scheinbar Unbeteiligte. Sie verdeutlichen hierbei aus ihrer subjektiven Sicht- und Erlebnisweise unterschiedliche Aspekte zum Thema Mobbing, an dem sie selber aber auch Lehrer und Eltern beteiligt waren.

Der Inhalt:

- Die Schüler reden offen über die bei ihnen ausgeübte Form von Mobbing (Beschädigung von Eigentum, verbale Beleidigungen und Beschimpfungen sowie körperliche Gewalt).

- Mobbingopfer berichten über ihr Leiden, über die von ihnen empfundene Ausweglosigkeit, über fehlende Hilfe und Ansprechpartner und auch darüber, wie sie sich erfolgreich zur Wehr gesetzt haben.

- Täter berichten über Gründe für ihr Verhalten; darüber, dass sie ihre eigene Position durch Mobbing erhöhen, Schulstress abbauen und gegen Lehrer gegenüber angestaute Aggressionen „erfolgreich“ umleiten konnten. Sie erzählen auch, dass sie durchaus wussten, dass ihr Verhalten nicht in Ordnung ist, diesem jedoch unterlegen waren.

- Mitläufer schildern, dass sie eigentlich auch die Opfer gut leiden konnten , dass sie jedoch mitgemobbt bzw. nicht geholfen haben, sei es aus Angst, oder weil sie die Gruppenstruktur für sich als angenehm empfanden.

- Ein Opfer von Mobbing hat sich teilweise nichts anmerken lassen, teilweise sogar gelacht wenn es geschlagen wurden. Das Opfer bestreitet dieses, gibt aber zu, versucht zu haben „nicht vor Schmerzen zu schreien“.

- Die Schüler berichten über verschiedene Fehlreaktionen von Lehrern. Sie kritisieren das Nicht-Eingreifen der Lehrer, verurteilen Aussagen wie „Du musst zurückschlagen“ oder „Macht das unter euch aus“ oder den (wohl aus Hilflosigkeit) eingesetzten „Bußgeldkatalog für Fehlverhalten“ eines Lehrer, welcher das Mobbing erst richtig angeheizt habe.

- Ein Opfer berichtet von fehlender Kommunikation mit den Eltern. Nach dem Schulunterricht zog sich der Junge mit seinen Problemen in sein Zimmer zurück. Psychosomatische Erkrankungen (Kopf- und Bauchschmerzen) waren eine Folge.



Das Video wird mit ausführlichem didaktischem Begleitmaterial (inkl. Kopiervorlagen für Arbeitspapiere) geliefert:

21-Seitiges A-4 Beiheft mit folgenden Aspekten:

- Zur Entstehung von Mobbing

- Mobbing als Gruppenprozess

- Rangunterschiede und Indikatoren von Mobbing

- Wie wird ein Schüler zum Außenseiter?

- Verhaltensmuster von Außenseitern

- Kampf gegen Rollenzuweisungen

- Mögliche Lösungsstrategien

- Einsatzmethoden des Videos



8. „Am rechten Rand“ Videodokumentationsreihe zum Thema Rechtsextremismus. 100 Min. (Kauf 30,- €/ Ausleihe 10,- €)

Im Januar 2003 fand in Wuppertal zum wiederholten Mal ein Aufmarsch zumeist junger Neonazis statt. Dieser wurde von mehreren Gegenveranstaltungen unterschiedlicher Initiativen begleitet. Eine Gruppe von Wuppertaler SchülerInnen im Alter von 16 bis 19 Jahren nahm dies zum Anlass, in den darauf folgenden Monaten unterschiedliche Facetten der Themenkomplexe Rechtsextremismus und rechte Gewalt zu untersuchen. Dieser Film fasst die Ergebnisse der Recherchen und Dreharbeiten zusammen. Die einzelnen Elemente werden durch grundlegende Informationen zum Thema miteinander verbunden. Der Film ist sowohl als modellhaftes Gesamtprojekt als auch in seinen Einzelteilen herausragend für die politische Bildungsarbeit geeignet.

Die Themen:

- Im Rahmen eines vom Neonazi-Führungskader Christian Worch initiierten Aufmarsches kam es am Veranstaltungsort in Wuppertal zu Zusammenstößen zwischen der Polizei sowie Gegendemonstranten. Mehrere hundert zumeist junge Menschen versuchten, die angemeldete und genehmigte Veranstaltung zu verhindern. Dabei ging die Polizei mit großer Härte vor. Es sei darum gegangen, die Demonstration der Rechten zu ermöglichen, sagt die Polizei. Die Demonstranten berufen sich darauf, dass Widerstand gegen menschenverachtende Propaganda Pflicht sei. Der Film ergänzt diese Diskussion durch eine prägnante Analyse des Naziaufmarsches.

- Bis 1989 machte Jörg Fischer eine Bilderbuchkarriere in der rechtsextremen Szene. Dann stieg er aus und begann nach kurzer Zeit, antifaschistisch zu arbeiten. In einem Interview gewährt Jörg Fischer interessante Einblicke in rechte Strukturen und erklärt, wie es zu seinem grundlegenden Sinneswandel gekommen ist.

- Der so genannte Rechtsrock wird von Experten prägnant als Begleitmusik zu Mord und Todschlag charakterisiert. Anhand der Strukturen in Wuppertal und Umgebung untersuchen die Jugendlichen die internationale Vernetzung der Rechtsrockszene. Außerdem gehen sie der Frage nach, welches Gefahrenpotenzial von der Musik ausgeht und welche Strömungen in der rechten Musik zu beobachten sind.

- Axel Hausweiler hat zusammen mit anderen regional bekannten Neonazis vor einigen Jahren eine Gedenkveranstaltung am Mahnmal KZ Kemna in Wuppertal überfallen. Dabei wurden mehrere TeilnehmerInnen verletzt. Im Rahmen seines Prozesses verkündete er seinen Ausstieg aus der rechten Szene. In einem Interview berichtet er über seine Beweggründe und beschreibt seine derzeitigen Perspektiven.

- Im September 2003 demonstrierten mehrere hundert Neonazis in Dortmund gegen die Ausstellung „Vernichtungskrieg – Verbrechen der deutschen Wehrmacht“. Die Positionierung der Neonazis wird beleuchtet. Außerdem gehen die Jugendlichen der Frage nach, welche Standpunkte antifaschistische Organisationen in dieser Auseinandersetzung einnehmen. Zudem befragen sie die Ausstellungsmacher über ihre Erfahrungen und ihren Umgang mit Ressentiments und Anfeindungen.

- Was kann man gegen Neonazis tun? Die Polizeifunde der bayerischen Polizei im September 2003 belegen, dass die Gewalt von rechts eine ständige Gefahr darstellt. Im letzten Teil des Projekts werden unterschiedliche Menschen und Gruppen vorgestellt, die aktiv gegen rechte Strukturen arbeiten. Viele davon gehen ein hohes persönliches Risiko ein.



9. „Diagnose Borderline“ Berichte von Betroffenen. Eine Videodokumentation. 60 Min. (Kauf 30,- €/ Ausleihe 10,- €)

Borderline ist für die meisten Menschen ein diffuser Begriff, mit dem sie inhaltlich wenig verbinden können. Vielen Betroffenen ergeht es zunächst nicht anders, wenn sie mit der Diagnose Borderline konfrontiert werden. Meistens haben sie bereits eine Odyssee von Klinikaufenthalten, Therapeutenwechseln und unterschiedlichen Diagnosen hinter sich. Ist die Diagnose jedoch da, reagieren sie oft verwirrt und verunsichert: Borderline – was ist das überhaupt?

In diesem Videoprojekt versuchten vier betroffene junge Menschen eine subjektive Annäherung an dieses schwierige Thema. In Interviews erzählen sie ihre jeweilige Vorgeschichte und wie sie bemerkt haben, dass irgendetwas mit ihnen nicht stimmt. Sie berichten über die Situation, als sie mit der Diagnose Borderline konfrontiert wurden und wie sie versuchen, ihr Leben zu gestalten.

Da ist zunächst Ariane, eine essgestörte junge Frau, die erst vor kurzem erfahren hat, dass sie Borderlinerin ist und erst einmal herausfinden will, was damit überhaupt gemeint ist. Sie fühlt sich weitgehend allein gelassen und überfordert und weiß eigentlich nicht, was mit ihr los ist.

Bodo hingegen ist schon einen Schritt weiter. Er weiß, dass seine Erkrankung mit einer frühkindlichen Traumatisierung, mit fehlender Liebe und sexuellem Missbrauch zu tun hat. Sein Blick ist jedoch nach jahrelangen existenziellen Krisen in die Zukunft gerichtet: Er will sein Leben aktiv gestalten, eine eigene Wohnung haben und arbeiten.

Karins Biografie ist einerseits geprägt durch Alkoholexzesse und selbstverletzendes Verhalten, andererseits durch eine deutlich spürbare Gier nach Leben. Ihr Bericht ist die Geschichte einer jungen Frau, die es geschafft hat, trotz unvorstellbarer seelischer Leiden zu überleben. Inzwischen kann sie wieder einem anspruchsvollen Beruf nachgehen und lebt seit mehreren Jahren in einer festen Beziehung.

Sylvia scheint gerade den entscheidenden Schritt hin zu einer positiven Lebensperspektive geschafft zu haben. Nach Jahren voller Abstürze, falscher Freunde und Drogen hat sie einen therapeutischen Weg gefunden, Ruhe zu finden und sich ihrer schmerzvollen Vorgeschichte zu stellen.

Ergänzt werde diese vier Berichte durch Basisinformationen zum Thema Borderline, die eine Einordnung der jeweiligen Geschichten ermöglichen. Zentral sind jedoch die subjektiven Schlaglichter. Diagnose: Borderline erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr geht es darum, durch konkrete Geschichten Facetten einer grundlegenden psychischen Erkrankung nachvollziehbar zu machen.



10. „MOVE“ 13 Trickfilme aus dem Trickfilmworkshop MOVE. 63 Min. (Kauf 30,- €/ Ausleihe 10,- €)

Unter dem Motto >Move< veranstaltete das Wuppertaler Medienprojekt vom 12. April bis 14. Mai eine Videoworkshopserie für Computeranimation und Trickfilm.

50 Jugendliche haben in 12 Gruppen fantasievolle Geschichten gestaltet und mit unterschiedlichen Tricktechniken umgesetzt. Klassische Zeichentrickfilme stehen neben Computeranimationen und experimentellen Surrealfilmen. Entstanden sind sowohl ernste als auch witzige und freche Filme mit zum Teil aktuellen politischen und gesellschaftlichen Bezügen. So stehen aufwendige Matrix- und Starwarsparodien neben einer modernen Ödipusinterpretation und einem Zeichentrickfilm gegen die Diskriminierung von Schwulen.

Medienprojekt Wuppertal e.V.
Hofaue 55,
42103 Wuppertal.
Fon: 0202/ 563 2647.
Fax: 0202/ 44 68 69.
eMail: borderline@wuppertal.de
http://www.medienprojekt-wuppertal.de



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