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Geplante Ausstellung über die RAF
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Betrifft: Berichterstattung über die von den Kunst-Werken Berlin e.V. (KW) geplante Ausstellung über die RAF Herr Reemtsma hat am 18.7.03 Folgendes geschrieben:
Sehr geehrte Frau Herrhausen, erlauben Sie mir Ihnen zu berichten, wie es im Augenblick mit der von den „Kunstwerken„ geplanten Ausstellung aussieht. - Daß die Ankündigung der Ausstellung die Rolle des Hamburger Instituts für Sozialforschung nicht zureichend beschreibt, brauche ich nicht zu wiederholen. Ich habe mit Herrn Kraushaar die Angelegenheit so besprochen (und es wird zu einer entsprechenden vertraglichen Festlegung kommen (oder nicht, aber dann eben zu keinerlei Involvierung des Instituts)): das Institut ist kein Kooperationspartner der „Kunstwerke„, hat auch mit der nicht-wissenschaftlichen Seite der Angelegenheit nichts zu tun, sondern übernimmt als Auftragnehmer die Zusammenstellung und Präsentation des zeitgeschichtlich-dokumentarischen Materials, dieses aber in ausschließlich eigener Verantwortung: es gibt keine Möglichkeit seitens der „Kunstwerke„ oder ihrer Partner, hier in irgendeiner Weise hineinzureden. Weitere Bedingung: das gesamte Ausstellungsprojekt wird um ein Jahr verschoben. Ferner sind Textpassagen wie die von Ihnen unterstrichenen natürlich in keiner Hinsicht akzeptabel. […] Mit freundlichen Grüßen Ihr Jan Philipp Reemtsma P.S. Soeben rief mich Staatsministerin Frau Dr. Weiss an, die Familie Schleyer habe beim Kanzler gegen die Ausstellung resp. die Bundesbeteiligung protestiert, u. a. mit dem Hinweis, auch ich hätte mich von ihr distanziert. So habe ich denn auch dies - im Sinne dieses Briefes - richtiggestellt.
Weitere Äußerungen existieren nicht.
Hamburg, 23.7.2003
www.his-online.de
Hamburger Institut für Sozialforschung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Mittelweg 36 20148 Hamburg
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