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ISSN 1610-0611
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Wildtiere sind keine „Stars in der Manege“

Am 6. Dezember wird die Sendung „Stars in der Manege“ im
Kronebau in München aufgezeichnet. Wie jedes Jahr wirken dabei neben vielen
Künstlern, Artisten und Prominenten auch Wildtiere wie Elefanten, Tiger und
Löwen mit. VIER PFOTEN kritisiert den Auftritt der Exoten in der Show als
nicht tierschutzkonform und fordert, zukünftig auf Wildtiere zu verzichten.

Erst vor wenigen Wochen hat der Bundesrat für ein grundsätzliches Verbot von
Wildtieren im Zirkus gestimmt. Die Mehrheit der Bundesländer hat erkannt,
dass die Haltung von Wildtieren im Zirkus mit zahlreichen Problemen
verbunden und mit dem Tierschutzgesetz nicht in Einklang zu bringen ist.

„Vor dem Hintergrund dieser öffentlichen Diskussion und der politischen
Entscheidung ist es völlig unverständlich, dass dieses Jahr erneut Wildtiere
in der ARD-Sendung auftreten sollen“, betont Robert Kleß, Wildtier-Experte
bei der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN. „Diese Tiere leiden unter den
Bedingungen im Zirkus und dem Spektakel in der Manege.“

Elefanten, Tiger und Löwen sind Wildtiere, auch wenn sie in menschlicher
Obhut aufgewachsen sind. Ihre Bedürfnisse nach artgemäßer Bewegung und
Beschäftigung können im Zirkus nicht befriedigt werden. So brauchen
Elefanten für ihr Wohlbefinden den Kontakt zu Artgenossen und eine reich
strukturierte Umgebung, in der sie sich frei bewegen und beschäftigen
können. Tiger sind ebenfalls sehr bewegungsfreudig und benötigen
beispielsweise Kletter- und Versteckmöglichkeiten, Kratzbäume und
Spielmöglichkeiten sowie Wasser zum Schwimmen und Baden.

„Ein fahrendes Zirkusunternehmen kann diese Voraussetzungen nicht erfüllen.
Die Arbeit in der Manege und die Dressuren, die den Tieren allzu oft völlig
artuntypische Verhaltensweisen abverlangen, bieten keinen Ausgleich für den
Bewegungs- und Beschäftigungsmangel. Zudem bedeuten das häufige Umherreisen,
die ständig wechselnde Umgebung und der Lärm in der Manege keineswegs eine
willkommene Abwechslung, sondern Stress, unter dem die Tiere zusätzlich leiden“,
erklärt Robert Kleß.

VIER PFOTEN fordert deshalb ein grundsätzliches Haltungsverbot von
Wildtieren im Zirkus. Dieses Verbot muss mit einer angemessenen
Übergangsfrist versehen werden, um den Zirkusbetreibern Zeit für die
notwendige Umorientierung zu geben und geeignete Unterbringungsmöglichkeiten
für die Tiere zu prüfen und gezielt auszubauen. Unerlässlich ist aber, dass
ab sofort keine neuen Wildtiere zugekauft oder gezüchtet werden dürfen.


Internet: www.vier-pfoten.de

Hamburg/München -051203
Beate Schüler
Pressesprecherin
VIER PFOTEN e.V.
Altonaer Str. 57
20357 Hamburg
Tel.: 040-399 249 -31
FAX: 040-399 249 -99


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