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ISSN 1610-0611
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Agenda 2010 plus gefordert

" E I G E N V E R A N T W O R T U N G   D E U T L I C H   S T Ä R K E N " 

Kirchenpräsident Cherdron zum Auftakt der Diakonischen Konferenz in Speyer

Eberhard Cherdron, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche der Pfalz und Vorsitzender des Diakonischen Rates, hat in der Eröffnungspredigt zum Auftakt der Diakonischen Konferenz in Speyer verdeutlicht, dass Kirche und Diakonie für die Reform der sozialen Sicherungssysteme eintreten. Dabei müsse es Einschnitte geben, auch könne es nicht um die Bewahrung von Besitzständen gehen. Cherdron in der Gedächtniskirche zu Speyer: "Die Eigenverantwortung muss deutlich gestärkt werden. Sie ist ja sogar Teil der Verantwortung des Menschen vor Gott."

Die vorrangigste Arbeit von Kirche und Diakonie sieht Cherdron darin, die Hoffnung aufrecht zu erhalten, "wo Mutlosigkeit vorherrscht und Verwirrung." Bisher sei die Diskussion um die Veränderung von Hoffungslosigkeit geprägt, die es wieder gilt "mit Hoffnung zu füllen."

Bei der Veränderung der Sozialsysteme sei das Sozialwort der Kirchen von 1997 ein wichtiger Anhaltspunkt. In seiner Predigt ging der Kirchenpräsident auch auf ein "Positionspapier zur Entwicklung des Sozialstaates" ein, dass der Diakonischen Konferenz zur Beratung und Beschlussfassung vorliegt. In dem Dokument sei an entscheidenden Stellen die Rede vom christlichen Glauben, woraus sich drei Prinzipien der sozialen Gerechtigkeit ergeben:
"Differenzierte Unterstützung für Benachteiligte, Ermöglichung gleicher Teilhabe am Leben der Gesellschaft und allgemeine Sicherung eines zum Leben notwendigen Minimums."


Positionspapier [82 KB] (pdf-Dokument: Diskussionspapier zur Entwicklung des Sozialstaates Darstellung und Deutung aus diakonischer Perspektive)

14. Oktober 2003/leh/mps
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Miguel-Pascal Schaar
Diakonie-Bundespressesprecher

Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V.
Reichensteiner Weg 24
14195 Berlin-Dahlem
www.diakonie.de
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J A H R E S B E R I C H T 

Gohde hält seinen Jahresbericht vor der Diakonischen Konferenz in Speyer

Die Diakonie hat zu einem entschlossenen Handeln bei der Umsetzung der Reformen des Sozialstaates aufgerufen. Vor der Diakonischen Konferenz in Speyer sagte Diakonie-Präsident Jürgen Gohde heute in seinem Jahresbericht: "Es ist nicht länger Zeit für Selbstbeschäftigung und Stillstand. Es kann nicht angehen, dass Vorschläge bis sie Entscheidungsreife erlangt haben bis zur Unkenntlichkeit zerredet werden zwischen Zaghaftigkeit, Ängstlichkeit und eigenen Interessen."

Die sozialstaatliche Diskussion kranke, nach Sicht des Präsidenten, nicht nur daran, dass sie die ökonomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen nicht ausreichend betrachte, "sie krankt auch daran, dass sie den Sinn - den Horizont des menschlichen Lebens - nicht erreicht." Gohde: "Ohne das Wissen vom Menschen, wie er geht und steht, ohne Respekt vor seinem Leben, läuft jede Reform ins Leere. Sie geht das Risiko ein, das Überschießende, Befähigende, auch das Herausfordernde des wirklichen Lebens nicht zu sehen."

Der Diakonie-Präsident weiter: "Wir brauchen in diesem Land eine Haltung, die Risiken als Wagnis annimmt, Menschen, die den Karren des eigenen Lebens an einen Stern binden, wie es im Sprichwort heißt, die den Mut zu eigenen neuen Ideen haben und die Fähigkeit haben, Fehler zu machen und zu korrigieren, die bereit sind quer zu denken, Experimente zu wagen, ja die Unmögliches für möglich erachten und daran arbeiten."

An die Verantwortlichen in der Diakonie gerichtet sagte Gohde: "Wir brauchen eine Agenda 2010 plus. Wir brauchen mehr diakonische Risikobereitschaft als Grundhaltung." Es sei eine Risikobereitschaft gefordert, die auf unbeschrittenen Wegen weitergeht, auch wenn noch nicht alle Konsequenzen klar seien. "Eine Risikobereitschaft, die auch Fragmentarisches als Chance sieht und sich erinnert, dass Aspirin als fehlerhaftes Abfallprodukt entstanden ist." Es sei immer schon eine Stärke des evangelischen Wohlfahrtsverbandes gewesen, sich den Herausforderungen mit neuen Innovationen zu stellen und sich in ihnen zu bewähren.


Positionspapier [82 KB] (pdf-Dokument: Diskussionspapier zur Entwicklung des Sozialstaates Darstellung und Deutung aus diakonischer Perspektive)


15. Oktober 2003/mps
Miguel-Pascal Schaar
Diakonie-Bundespressesprecher

Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V.
Reichensteiner Weg 24
14195 Berlin-Dahlem
www.diakonie.de
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"HungerReport 2003/2004" | "Imagine Germany" zieht Bilanz