Titel Hamburg Initiativen Hamburg-Termine Inland International Magazin Kleinanzeigen Archiv Suchen Info
Inland:
Inland


Themen:
Bürger- und Zivilgesellschaft
  SeniorInnen
  Castor Antiatom
  Informationsgesellschaft
  Datenschutz
Bildung Schule Beruf
Kinder u. Jugend
Kultur Wissen
  Literatur
  Film
Mensch & Tier
Soziales Gesundheit Miteinander
Menschen- u. Bürgerrecht Asyl
Gewerkschaften
Report
Umwelt Natur Öko
Verbraucher
  Trans Fair


Service:
Archiv
Impressum
Information
Intern
ISSN 1610-0611
Newsletter


GenderKompetenzZentrum

GenderKompetenzZentrum geht an den Start

Bundesministerium finanziert GenderKompetenzZentrum in Berlin

... Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
finanzierte Zentrum soll die Einführung von Gender Mainstreaming in alle
Bereiche der Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung unterstützen.
Es soll beraten, Forschung initiieren und koordinieren, Wissen bündeln
und Expertinnen und Experten ausbilden.

Gender Mainstreaming bedeutet, bei allen Vorhaben die
unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und
Männern zu berücksichtigen. Die Bundesregierung hat im Juni 1999 per
Kabinettsbeschluss Gender Mainstreaming zum Leitprinzip ihres
politischen Handelns gemacht und dies in der Gemeinsamen
Geschäftsordnung der Bundesregierung verankert. Der Amsterdamer
Vertrag verpflichtet die Mitgliedstaaten der Europäischen Union zu
einer aktiven Gleichstellungspolitik im Sinne des Gender
Mainstreaming.

Zur heutigen Eröffnung des GenderKompetenzZentrums erklärt die
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend,
Renate Schmidt: "Die Eröffnung des GenderKompetenzZentums ist ein
wichtiger Schritt für unsere Gleichstellungspolitik. Wenn sich die
Bundesregierung in Zeiten von Sparzwängen und leerer Kassen am Aufbau
eines GenderKompetenzZentrums beteiligt, dann zeigt dies die Bedeutung
von Gender Mainstreaming als Strategie und Methode für mehr
Chancengerechtigkeit zwischen den Geschlechtern. Doch die Anwendung
von Gender Mainstreaming muss erlernt werden, sowohl in Politik und
Verwaltung als auch in Gesellschaft und Wirtschaft. Es erfordert eine
Veränderung in der gedanklichen Herangehensweise, differenzierte
Arbeitsgrundlagen, wie beispielsweise geschlechterdifferenzierte
Statistiken, und ein hohes Maß an fachübergreifender Zusammenarbeit.
Mit dem GenderKompetenzZentrum wollen wir für diese Wissenslücke ein
Angebot machen und Information und Beratung zu Gender-Kompetenz
anbieten."

Das GenderKompetenzZentrum wird ein breites Spektrum an Aufgaben
bearbeiten. Es soll aktiv informieren und beraten. Es wird eine
Koordinierungs- und Vermittlungsfunktion wahrnehmen zwischen
universitären und außeruniversitären Einrichtungen, die
Gender-Beratungen durchführen, und denjenigen, die insbesondere in
Politik und Verwaltung dieses Wissen abfragen. Im Rahmen der
wissenschaftlichen Arbeit und Datenanalyse soll das
GenderKompetenzZentrum alle politischen Sachgebiete erschließen: von
der Familien- bis zur Finanzpolitik, von der Umwelt- bis zur
Infrastrukturpolitik soll es Gender-Aspekte erkennbar machen, um
Politik zielgruppendifferenzierter und damit erfolgreicher gestalten
zu können.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
finanziert die Einrichtung des GenderKompetenzZentrums an der
Humboldt-Universität für die Dauer von zunächst vier Jahren mit
jährlich 340.000 Euro. Neben einer Leitungsstelle fördert des
Bundesministerium auch drei Stellen für wissenschaftliche Mitarbeit.

Weitere Informationen zum GenderKompetenzZentrum unter
www.genderkompetenz.info .

Weitere Informationen zu Gender Mainstreaming unter
www.gender-mainstreaming.net .


Anschrift:
GenderKompetenzZentrum
Direktorin Prof. Dr. Susanne Baer
Hausvogteiplatz 5-7
10117 Berlin


27. Oktober 2003
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Internet: http://www.bmfsfj.de/
Dienststelle Berlin:
Taubenstraße 42/43
Glinkastraße 18-24
D-10117 Berlin


nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

F L Y E R 

Das GenderKompetenzZentrum will dazu beitragen, dass der Bedeutung von Geschlechterverhältnissen in allen Bereichen der Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung systematisch Rechnung getragen wird.

Das GenderKompetenzZentrum:unterstützt die Verwaltung, insbesondere im Hinblick auf Instrumente des Gender Mainstreaming und auf die Sicherung von Gender Kompetenz

initiiert Forschung, insbesondere in Kooperation mit privaten und öffentlichen Akteuren der Frauen-, Männer- und Geschlechterforschung,

bündelt und vernetzt Wissen

bildet Expertise durch Wissenstransfer aus

Es gibt zahlreiche Akteure der Gender Kompetenz. Das GenderKompetenz Zentrum wird diese nicht ersetzen, sondern in einem wachsenden Feld dazu beitragen, Qualität zu sichern. Es fungiert als Drehscheibe. Es wird mit bestehenden Einrichtungen kooperieren und so versuchen, zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft beizutragen.

Gender Mainstreaming ist die international anerkannte Bezeichnung für eine Strategie zur systematischen Berücksichtigung der Gleichstellung von Frauen und von Männern bei der Planung, Durchführung und Bewertung von gesellschaftlichen Prozessen.

Gender bedeutet „soziales„ Geschlecht und ist Ergebnis von Erziehung, gesellschaftlichen Normen und Stereotypen, Selbstidentifikationen, Bildern und Traditionen. Gender definiert, was in einer Gesellschaft Männer und was Frauen ausmacht und welche Handlungschancen sie haben. Gender ist gesellschaftlich gemacht und somit auch veränderbar.

Mainstreaming ist ein Organisationsprinzip: Es ermöglicht allen Akteuren, Gleichstellung von Frauen und von Männern systematisch mitzudenken. Wesentlich dabei ist die geschlechterdifferenzierte Folgenabschätzung.

Gender Mainstreaming hat Gleichstellung zum Ziel, die gemäß Art. 3 Abs. 2 S. 2 GG tatsächlich verwirklicht werden soll. Gleichzeitig leistet Gender Mainstreaming einen Beitrag zur Optimierung von Arbeitsergebnissen.

Zu Gender-Kompetenz gehört das Wissen um die Bedeutung von Geschlechterfragen bezüglich der unterschiedlichen Sachgebiete. Dieses Gender-Wissen bildet die Grundlage, um in allen Handlungsfeldern geschlechtergerecht agieren zu können.

Gender Kompetenz beruht auf transdisziplinärer Forschung zur Kategorie Geschlecht: Welche Bedeutung Männlichkeit und Weiblichkeit wo für wen und mit welchen Wirkungen hat, erkennen die verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen nur gemeinsam.

Das GenderKompetenzZentrum fördert Gender Kompetenz durch:

Informationen zu Gender Mainstreaming

Gender Wissen in Sachgebieten und Handlungsfeldern

Erstberatung insbesondere für Bundesministerien

Veranstaltungen zu interessanten Ergebnissen der Geschlechterfor schung

Lehre im Studiengang Geschlech terstudien der Humboldt-Universität zu Berlin

Vernetzung von Expertinnen und Experten

Im Internet bieten wir Ihnen unter www.genderkompetenz.info folgende Informationen:

GenderKompetenzZentrum:Angebote, Kooperationen, Geschichte(n) und Team

Gender Mainstreaming: Strategie, Ziele, Instrumente,

Beispiele und Rechtsgrundlagen

Gender Kompetenz:-Sachgebiete (von Arbeit bis Wohnungswesen)

-Handlungsfelder (z.B. Personal- und Organisationsentwicklung, Rechtsetzung, Finanzplanung, Öffentlichkeitsarbeit, Forschung)
Aktuelle Informationen zum Thema (z.B. Veranstaltungen, Neuerscheinungen)


GenderKompetenzZentrum
Humboldt-Universität Berlin
Hausvogteiplatz 5-7
10099 Berlin
Tel.: .49 (0)30 2093 xx xx
Fax.: .49 (0)30 2093 xx xx

Direktorin:

Prof. Dr. Susanne Baer, LL.M.
Lehrstuhl Öffentliches Recht und Geschlechterstudien
Juristische Fakultät
www.rewi.hu-berlin.de/jura/ls/bae/


Leitung:
Dr. Regina Frey
Politikwissenschaftlerin

Wissenschaftliches Team:

Petra Ahrens
Diplom-Sozialwissenschaftlerin

Andreas Heilmann
Diplom-Ingenieur
Diplom-Sozialwissenschaftler

Uta Kletzing
Diplom-Psychologin

Jutta Kühl
Diplom-Politikwissenschaftlerin

Gender Mainstreaming
Gender-Kompetenz
Gender-Wissen


Eine anwendungsorientierte Forschungseinrichtung zur Unterstützung von Gender Mainstreaming-Prozessen


nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

Opferlämmer der Nation | Bei kleinen Renten zählt jeder Euro doppelt