Titel Hamburg Initiativen Hamburg-Termine Inland International Magazin Kleinanzeigen Archiv Suchen Info
Inland:
Inland


Themen:
Bürger- und Zivilgesellschaft
  SeniorInnen
  Castor Antiatom
  Informationsgesellschaft
  Datenschutz
Bildung Schule Beruf
Kinder u. Jugend
Kultur Wissen
  Literatur
  Film
Mensch & Tier
Soziales Gesundheit Miteinander
Menschen- u. Bürgerrecht Asyl
Gewerkschaften
Report
Umwelt Natur Öko
Verbraucher
  Trans Fair


Service:
Archiv
Impressum
Information
Intern
ISSN 1610-0611
Newsletter


Aids nicht verdrängen

Caritas will an Betroffene erinnern und gegen Diskriminierung eintreten

Anlässlich des Weltaidstages 2003 hat der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Peter Neher, dazu aufgerufen, die Krankheit auch in wirtschaftlich hoch entwickelten Ländern wie Deutschland nicht zu verdrängen. Aids sei auch hierzulande weiterhin eine Bedrohung, denn noch nie hätten auch bei uns so viele Menschen mit HIV gelebt, sagte Neher. Zwar hätten Berichte in der Vergangenheit über medizinische Forschungsergebnisse immer wieder den Eindruck erweckt, dass durch neue Impfstoffe und Medikamente der Durchbruch im Kampf gegen Aids in Sicht ist. Derartige Erwartungen sowie die dank guter Medikamente verbesserte Lebensqualität und höhere Lebenserwartung der Menschen mit dem HI-Virus führten aber zunehmend zur Sorglosigkeit und Risikobereitschaft. „Trotz langjähriger Aufklärungsarbeit werden in Deutschland jährlich etwa 2000 Neuinfektionen registriert“, erklärte der Caritas-Präsident. Die Daten ließen darauf schließen, dass gerade bei jungen Menschen eine zunehmende Sorglosigkeit zu beklagen ist. Nehers Fazit: "Es bleibt daher eine wichtige Aufgabe der Caritas, an dieses tragische Krankheitsbild und die davon Betroffenen zu erinnern, weiterhin engagiert gegen ihre Diskriminierung einzutreten und konsequent gegen das Verdrängen des Themas HIV und Aids anzugehen.“ In Deutschland seien die Solidarität mit den Betroffenen und ihre Integration in die Gesellschaft selbstverständlicher geworden. Dennoch löse ein offenes Ansprechen oft plötzlich verborgene Ängste aus. „Konkrete Ausgrenzung erleben Betroffene am Arbeitsplatz oder wenn sie private Risikoversicherungen abschließen wollen.“

Der Leiter von Caritas international, Martin Salm, forderte, die HIV-Problematik in den Ländern des Südens nicht nur unter dem Gesundheits-, sondern als Entwicklungsaspekt zu sehen. Armut, Bildungsmangel und die Belastung durch Auslandsschulden seien einige der Faktoren, die zur Ausbreitung von Aids beitragen und die Krankheit verstärken. „Die Caritas will die Kranken und Aids-Waisen in den Ländern des Südens und Osteuropas nicht sich selbst überlassen“, sagte Salm. „Es geht darum, Modelle der Pflege und Krankenbetreuung zu entwickeln – gerade angesichts steigender Infektionszahlen in Osteuropa.“


FREIBURG. 28. November 2003.
Elisabeth Liwadas
Deutscher Caritasverband e.V.
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Karlstraße 40
79104 Freiburg
www.caritas.de













nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

3. Dezember 03 - Welttag der BehindertenX | Aids: Scheinheilige Politik