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ISSN 1610-0611
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Fair gehandelte Produkte mit neuem Logo


Der Handel bietet zunehmend fair gehandelte Produkte aus Entwicklungsländern an. Damit sie für Verbraucherinnen und Verbraucher leichter zu erkennen sind, werden sie seit Anfang des Jahres auch in Deutschland durch ein neues international einheitliches Logo gekennzeichnet, dessen Entwicklung von der Bundesregierung unterstützt wurde.

 


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Die Vergabe dieses Zeichens ist an anspruchsvolle soziale und ökologische Kriterien geknüpft. Wichtigste Punkte: Verzicht auf Kinderarbeit, faire Preise für den Erzeuger und umweltgerechter Anbau. Für die Einhaltung dieser Kriterien bürgt der Verein Transfair, der das neue Siegel heute der Öffentlichkeit vorstellte. An der Präsentation nahmen Bundesumweltminister Jürgen Trittin, Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und Verbraucherschutzministerin Renate Künast teil.

Bundesumweltminister Jürgen Trittin wies darauf hin, dass Verbraucher durch ihr Einkaufsverhalten auch zum Schutz der Umwelt in Entwicklungsländern beitragen können. Trittin: „In vielen Entwicklungsländern kommt zur vorhandenen Armut eine schnell wachsende Umweltbelastung hinzu, der die eigenen Lebensgrundlagen zerstört. Der Kampf gegen die Armut ist eine wichtige Voraussetzung für effektiven Umweltschutz. Fair gehandelte Produkte sind auch ein Beitrag zu einer umweltgerechten Produktion. Diese Produkte zeigen, dass wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz sich nicht ausschließen, sondern im Gegenteil, Hand in Hand gehen.„ Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt fördern die Informationsarbeit zur Einführung dieses Siegels in den Jahren 2002 und 2003 mit insgesamt 150.000 €.

„Jede Verbraucherin, jeder Verbraucher kann jetzt Solidarität mit den Menschen der Entwicklungsländer im Alltagsleben verwirklichen„, sagte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. „Beim fairen Handel geht es nicht um Almosen. Wer Produkte mit dem neuen Siegel kauft, erkennt das Menschenrecht auf angemessene Entlohnung an. Wer für uns zum Beispiel Kaffee, Tee oder Orangensaft produziert, hat ein Recht auf angemessene Entlohnung und menschenwürdige Arbeitsbedingungen.„ Das Bundesentwicklungsministerium unterstützt den Fairen Handel 2002 mit etwa 250.000 € im Bereich der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Einen Umfang von rund acht Millionen € haben daneben die Projekte im Bereich des ökologischen und fairen Handels, die im Rahmen der Entwicklungspartnerschaft mit der Wirtschaft gefördert werden.

Verbraucherschutzministerin Renate Künast bezeichnete den fairen Handel als Vorreiter für gerechte Welthandelsstrukturen und soziale Nachhaltigkeit. Der überwiegende Teil fair gehandelter Produkte seien Lebensmittel. Ihr Kauf helfe, den Bauern in den Entwicklungsländern faire Preise für ihre Produkte zu garantieren, die ihnen und ihren Familien ein Auskommen ermöglichen. Das neue einheitliche Siegel schaffe die nötige Transparenz und stärke den Markteinfluss der Verbraucher. „Verbraucherinnen und Verbrauchern können sich so besser als bisher über das Angebot fair gehandelter Produkte informieren. Jeder kann jetzt bewusst entscheiden, ob er mit seinem Einkaufsverhalten, einen Beitrag zur Bekämpfung von Armut und Hunger in der Welt leisten will„, so Künast.

Weitere Informationen zum neuen Gütesiegel für fair gehandelte Produkte im Netz unter
www.transfair.org .


Berlin, 26. Februar 2003


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„Fair und global“

TransFair-Siegel in Deutschland mit neuem Gesicht

Ob im Supermarkt oder im Weltladen – fair gehandelte Produkte sind demnächst europaweit – von Norwegen bis Italien – noch leichter zu erkennen: Ab sofort ziert ein international einheitliches Logo auch die fairen Produkte in Deutschland. Den Startschuss für das neue Logo gaben in Berlin gleich drei Bundesminister: Entwicklungs-ministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, Umweltminister Jürgen Trittin und Verbraucherministerin Renate Künast.

TransFair goes global – heißt damit das Motto auch für die deutsche Siegelinitiative TransFair.

Mit dem neuen internationalen Logo setzt TransFair in der Globalisierung ein starkes Zeichen. Es ist das einzige unabhängige Siegel für Fairtrade. Für TransFair Deutschland ist dies auch ein Startsignal, um noch mehr Menschen in der Dritten Welt verbesserte Lebensbedingungen zu ermöglichen.

Dank des großen Engagements vieler Unterstützer konnten TransFair-Produkte, allen voran Kaffee, in rund 22.000 Supermärkte gebracht werden. Konkret ist dies die Leistung der Lizenznehmerfirmen. TransFair selbst betreibt keinen Handel, sondern vergibt nur das Siegel. Alle namhaften Lebensmittelketten – außer den Discountern – führen inzwischen Fairtrade-Produkte. Rund 3 Millionen Konsumenten kaufen fair gehandelte Waren, die zu gut 40% auch gleichzeitig biologisch zertifiziert sind.



Ebenso hat TransFair-Kaffee auch Einzug in Betriebskantinen und Universitätsmensen gehalten. Die Qualität kommt auch hier gut an. „Der Faire Handel schlägt eine Brücke zwischen Produzenten und Konsumenten und lädt ein, mehr über die Menschen zu erfahren, die uns mit diesen Leckereien versorgen“, so Dieter Overath, TransFair-Geschäftsführer.



Kaffee-, Tee- oder Kakaoanbau ist harte Arbeit, Orangenpflücken ebenso. Die Menschen stecken sehr viel Sorgfalt hinein – diese Produkte sind tropische Wertarbeit. Dieter Overath: „Der Welthandel sieht das anders. So sind die Kaffeepreise auf historischen Tiefstständen und decken nicht mal mehr die Produktionskosten. Hier helfen die garantierten Mindestpreise des Fairen Handels.“


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„Fair und global ... “



TransFair möchte, dass die besondere Qualität der TransFair-Produkte bekannter wird und dass die Konsumenten wissen, wie sie gleichzeitig genießen und helfen können. Dazu will die Initiative offensiver in die Öffentlichkeit gehen. Und auch der Handel soll sich aktiver an der Verbreitung der fairen Idee beteiligen. Das neue Logo bietet die Chance, mit einem frischen Auftritt noch mehr Konsumentinnen und Konsumenten anzusprechen.

Darüber hinaus können die Verbraucherinnen und Verbraucher künftig selbst im Urlaub besser fair handeln. Egal ob an der Adria, an der holländischen oder dänischen Nordseeküste, im französischen Burgund oder im österreichischen Tirol – Reisende können fairen Kaffee, Tee, Orangensaft, Honig oder Schokolade leichter am einheitlichen Zeichen erkennen und damit beim Griff ins Regal die richtige Wahl treffen.



Zum Hintergrund

TransFair ist Mitglied im internationalen Dachverband Fairtrade Labelling Organizations International/FLO, zu dem sich 17 nationale Initiativen zusammengeschlossen haben. 13 Länder stellen jetzt bereits auf das neue, internationale Siegel um. Weitere werden folgen. FLO ist weltweit der größte Sozialzertifizierer und garantiert, dass Produkte mit dem Fairtrade-Label überall auf der Welt den genau festgelegten Fairhandels-Kriterien und Standards entsprechen. Sie tragen zur Entwicklung der Kleinbauern bei: Über 800.000 Produzentenfamilien in 41 Ländern kommen derzeit die Vorteile des Fairen Handels zugute.



Die Informationsarbeit rund um die Einführung des neuen, international einheitlichen Siegels wird finanziert vom Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.



Weitere Information über TransFair, den Fairen Handel und das neue Logo erhalten Sie auf unserer Homepage www.transfair.org


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Siegelinitiative TransFair | Armutsbekämpfung mit TransFair