Bestürzung über Angriff auf UN-Hauptquartier im Irak Diakonie und Caritas setzen ihre Hilfe unvermindert fort
Die Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international haben mit großer Bestürzung auf den Bombenangriff auf das Hauptquartier der Vereinten Nationen in Bagdad reagiert. "Das ist ein großer Schock für die humanitäre Gemeinschaft", erklären die beiden kirchlichen Hilfswerke. "Die Mitarbeiter aus den Netzwerken von Diakonie und Caritas sind glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen. Sie setzen ihre Hilfe für die irakische Zivilbevölkerung fort. Den Opfern des Anschlags und ihren Angehörigen gilt unser tiefes Mitgefühl und die Sorge um unsere eigenen Mitarbeiter bleibt." Caritas international und die Diakonie Katastrophenhilfe arbeiten im Irak eng mit lokalen kirchlichen Partnern zusammen. Über Hilfezentren in Kirchen und Moscheen sowie Sozialstationen der Caritas Irak versorgen sie bedürftige Familien mit Lebensmitteln und beteiligen sich an der Instandsetzung der Wasserversorgung. Außerdem werden Spezialmedikamente etwa zur Behandlung von Krebs an Krankenhäuser in Bagdad, Basra und Mosul geliefert. "Der Wiederaufbau einer zivilen Verwaltung muss trotz dieses Rückschlages zügig voran gehen", fordern Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international. Seit dem offiziellen Ende des Krieges Anfang Mai hat sich die Sicherheitslage zunehmend verschlechtert. Plünderungen, Überfälle und Schießereien prägen den Alltag in Bagdad. Dies gebe großen Anlass zur Sorge und erschwere die weiterhin notwendige Unterstützung der Not leidenden Menschen, so die kirchlichen Hilfswerke.
Stuttgart/Freiburg, 20. August 2003. Gesine Wolfinger (Diakonie Katastrophenhilfe) Matthias Schüth (Caritas international) -------------------------------------------------------- Diakonisches Werk der EKD - Diakonie Katastrophenhilfe - Stafflenbergstraße 76 D-70184 Stuttgart Germany http://www.diakonie-katastrophenhilfe.de ----------------------------------------------------------