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ISSN 1610-0611
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Der Irak muß „ent-ba´athifiziert“ werden


Das Regime in Bagdad ist gestürzt was kommt danach?
Gesellschaft für bedrohte Völker fordert Ent Ba´athifizierung im Irak

Nach dem Zusammenbruch des Saddam-Regimes muss
der Irak konsequent „ent-ba´athifiziert“ werden.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV)
fordert, dass die Schergen Saddam Husseins zur
Rechenschaft gezogen werden. Die tragenden
Säulen des Regimes wie die Republikanische Garde
und die von der DDR aufgebauten Geheimdienste
müssen aufgelöst und alle höheren Kader der
Ba´ath -Administration müssen dingfest gemacht
werden.

„Die Bundesregierung muss sich am Wiederaufbau
des Irak beteiligen und diese Ent-
Ba´athifizierung aktiv unterstützen“, fordert
Tilman Zülch, Generalsekretär der Gesellschaft
für bedrohte Völker (GfbV) am heutigen
Donnerstag in einem Schreiben an
Bundesaußenminister Joschka Fischer.

Der Aufbau einer neuen, demokratisch verfassten
Verwaltung müsse zügig voran gehen. Sonst
drohten dieselben Gefahren wie zum Beispiel in
Serbien, Montenegro, Moldau, Weißrussland oder
der Ukraine, wo in einem Machtvakuum neue und
gefährliche Mafia-Strukturen entstanden seien.

„Als Vorbild für eine schrittweise
Demokratisierung einer zukünftigen irakischen
Föderation gilt uns das politische System in den
autonomen kurdischen Gebieten, die bereits über
ein Parlament verfügen, in dem auch die
Minderheiten wie Assyro-Chaldäer, Yeziden und
Turkmenen entsprechend ihrem Bevölkerungsanteil
prozentual vertreten sind“, heißt es in dem
Schreiben.



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Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Göttingen; 10. April 2003
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