Das Regime in Bagdad ist gestürzt was kommt danach? Gesellschaft für bedrohte Völker fordert Ent Ba´athifizierung im Irak
Nach dem Zusammenbruch des Saddam-Regimes muss der Irak konsequent „ent-ba´athifiziert“ werden. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert, dass die Schergen Saddam Husseins zur Rechenschaft gezogen werden. Die tragenden Säulen des Regimes wie die Republikanische Garde und die von der DDR aufgebauten Geheimdienste müssen aufgelöst und alle höheren Kader der Ba´ath -Administration müssen dingfest gemacht werden.
„Die Bundesregierung muss sich am Wiederaufbau des Irak beteiligen und diese Ent- Ba´athifizierung aktiv unterstützen“, fordert Tilman Zülch, Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am heutigen Donnerstag in einem Schreiben an Bundesaußenminister Joschka Fischer.
Der Aufbau einer neuen, demokratisch verfassten Verwaltung müsse zügig voran gehen. Sonst drohten dieselben Gefahren wie zum Beispiel in Serbien, Montenegro, Moldau, Weißrussland oder der Ukraine, wo in einem Machtvakuum neue und gefährliche Mafia-Strukturen entstanden seien.
„Als Vorbild für eine schrittweise Demokratisierung einer zukünftigen irakischen Föderation gilt uns das politische System in den autonomen kurdischen Gebieten, die bereits über ein Parlament verfügen, in dem auch die Minderheiten wie Assyro-Chaldäer, Yeziden und Turkmenen entsprechend ihrem Bevölkerungsanteil prozentual vertreten sind“, heißt es in dem Schreiben.
========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Göttingen; 10. April 2003 ==========================================================
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