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Hefte und Stifte für vier Millionen Kinder
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Irak
Hefte und Stifte für vier Millionen Kinder
UNICEF warnt vor Gefahr durch Landminen, Munition und Clusterbomben
Trotz anhaltender Unsicherheit will UNICEF im Irak alle Kinder wieder in die Schule bringen. Insgesamt vier Millionen Mädchen und Jungen im Grundschulalter werden dazu bis zum Beginn des neuen Schuljahres im September mit Lernutensilien ausgestattet. Gleichzeitig warnt UNICEF vor der Gefahr durch Landminen, Clusterbomben und verlassene Munitionsdepots. Seit Ende des Krieges wurden allein über 1.000 Kinder bei Minen- und Munitionsexplosionen verstümmelt oder getötet.
Die Kinder sammelten beim Spielen Metallobjekte auf, die beim Transport oder beim Versuch sie zu öffnen detonierten. Kinder durchsuchen auch die zahlreichen verlassenen und unbewachten Munitionsdepots nach verwertbaren Materialien. Allein in der nordirakischen Stadt Kirkuk wurden in den letzten beiden Aprilwochen 133 Kinder bei Unfällen mit Minen und Blindgängern getötet oder schwer verletzt. Mit Plakaten und Flugblättern warnt UNICEF die Bevölkerung vor den Gefahren durch Minen und Blindgänger. Informationsbögen werden verteilt, auf denen die Bevölkerung Bombenfunde melden kann.
Gleichzeitig hat UNICEF eine Bildungskampagne gestartet, damit demnächst möglichst alle irakischen Mädchen und Jungen wieder zur Schule gehen. Dazu werden derzeit im UNICEF-Warenlager in Kopenhagen jede Woche 2.500 Pakete mit Schulmaterial zusammengestellt - jedes davon enthält u.a. Stifte und Schreibtafeln für 80 Kinder. Insgesamt stellt UNICEF 42.000 dieser Pakete zur Verfügung. Hinzu kommen 9.000 Pakete mit Unterrichtsmaterial für insgesamt 135.000 Lehrer sowie Wandtafeln für 16.000 Klassenräume. UNICEF unterstützt auch die Reparatur und den Wiederaufbau von verfallenen, zerstörten oder geplünderten Schulgebäuden. Rund Tausend Grundschulen sollen so schnell wie möglich wieder in Stand gesetzt werden.
In den vergangenen Jahren haben die Sanktionen und die schlechte Wirtschaftslage dazu geführt, dass immer weniger Eltern ihre Kinder zum Unterricht schicken. So ging schon vor dem Krieg jedes vierte irakische Kind nicht zur Schule. Vor allem Mädchen durften nicht mehr zum Unterricht, weil sie im Haushalt helfen und jüngere Geschwister betreuen müssen. Seither ist der Rate der Kinder, die zum Unterricht kommen, noch weiter gesunken - auf derzeit schätzungsweise nur noch 60 Prozent. Ursachen hierfür sind die prekäre Sicherheitslage und fundamentalistische Propaganda. UNICEF ruft zusammen mit irakischen Partnerorganisationen die Eltern dazu auf, auch ihre Töchter wieder in die Schule zu schicken.
UNICEF bittet weiter um Spenden für die Kinder im Irak:
Spendenkonto 300.000; Sozialbank Köln (BLZ 370 205 00)
Stichwort: Irak
Spendentelefon 0137/300.000 oder Spenden im Internet: www.unicef.de
Köln, den 18. Juli 2003 Angelika Söhne UNICEF Deutschland Höninger Weg 104 50969 Köln Tel.: (0221) 93650-315 Fax.: (0221) 93650-301 e-Mail: angelika.soehne@unicef.de web: www.unicef.de
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