Nordelbische Kirche unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe
Hilfezentren für Flüchtlinge sind vorbereitet
Aus Kirchensteuermitteln stellt die Nordelbische Kirche 12.500 Euro für humanitäre Hilfen im Irak zur Verfügung. Das hat der Ausschuss Kirchliche Weltdienste heute beschlossen. In einem gemeinsamen Brief haben Landespastorin Annegrethe Stoltenberg und Bischöfin Maria Jepsen die Hamburger Gemeinden zu weiteren Spenden aufgerufen. Die Diakonie Katastrophenhilfe arbeitet in bewährter Weise mit Partnern vor Ort zusammen. Mit 115.000 Euro war kürzlich schon eine Mutter-Kind-Klinik in Basra mit Medikamenten für krebskranke Kinder versorgt worden. Vermutlich als Folge des ersten Golfkriegs hat sich die Leukämierate in dieser Region verfünffacht.
Gemeinsam mit dem mittelöstlichen Kirchenrat und lokalen Gemeinden hat die Diakonie Katastrophenhilfe im Irak Schulen, Kirchen und Moscheen als Hilfezentren vorbereitet. Dort können Kinder, Frauen und Männer Zuflucht finden und mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Medikamenten und Decken versorgt werden. Dazu wurden Brunnen gebohrt und mit Pumpen ausgestattet. Die norwegische Diakonie hat zusammen mit dem Irakischen Roten Halbmond im größten Krankenhaus Bagdads die Sicherstellung von sauberem Wasser übernommen.
In Jordanien und Syrien wird in den nächsten Tagen mit einer großen Zahl von Flüchtlingen gerechnet. Entsprechend wurde Vorsorge getroffen: Die Partner der Diakonie Katastrophenhilfe beteiligen sich in Absprache mit dem Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen im Bedarfsfall an der Verteilung von Nahrungsmitteln und Trinkwasser in den geplanten Auffanglagern. Im Flüchtlingscamp "A" im jordanisch-irakischen Grenzgebiet werden derzeit sanitäre Anlagen installiert und Zelte aufgestellt. Dort können bis zu 20.000 Menschen aufgenommen werden.
Für die Hilfen in den Ländern des Mittleren und Nahen Ostens ist die Diakonie Katastrophenhilfe dringend auf Spenden angewiesen, Konto 88 88 00 bei der Ev. Darlehnsgenossenschaft Kiel, BLZ 210 602 37, Stichwort "Irak"
26. März 2003 Katharina Weyandt Diakonisches Werk Hamburg Information und Öffentlichkeitsarbeit Königstraße 54 22767 Hamburg http://www.diakonie-hamburg.de