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Immer mehr Kinder lebensbedrohlich erkrankt
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Irak
Immer mehr Kinder lebensbedrohlich erkrankt
UNICEF versorgt Krankenhäuser - ARD-Spendensendung am Montag
Die gesundheitliche Situation der irakischen Kinder wird immer bedrohlicher. UNICEF-Helfer berichten, dass die gefährlichen Durchfallerkrankungen rapide zunehmen. In der Hafenstadt Um Qasr im Süden des Landes hat sich die Rate der erkrankten Kinder in den vergangenen Tagen verzehnfacht, Ursache ist verseuchtes Trinkwasser. Mediziner befürchten, dass die zunehmenden Durchfallerkrankungen zu einem dramatischen Anstieg der Zahl von mangelernährten Kindern führen werden.
Trotz der in weiten Teilen des Landes noch immer herrschenden Unsicherheit baut UNICEF seine Hilfe für die Not leidenden Kinder aus. Im Süden gehen die täglichen Hilfslieferungen mit Trinkwasser und Medikamenten weiter. Rund 90 Tankwagen haben bereits mehr als drei Millionen Liter Trinkwasser in den Südirak gebracht. Bis Anfang nächster Woche werden weitere zehn Transporte auf den Weg geschickt. In der Hafenstadt Um Qasr arbeiten Ingenieurteams im Auftrag von UNICEF an der Wasserversorgung. Das dortige Krankenhaus wurde bereits mit einem 10.000 Liter fassenden Trinkwasserbehälter und einem Verteilsystem ausgestattet.
Im Nordirak erhalten die insgesamt rund 200 irakischen UNICEF-Mitarbeiter in Kürze wieder Unterstützung durch internationale UNICEF-Helfer, die voraussichtlich am Montag ins Land zurückkehren werden. Fünf Lastwagen beladen mit mehr als 31 Tonnen Material für Krankenhäuser - Medikamente, medizinisches Gerät, Krankenhausbetten - haben jetzt Dohuk erreicht. Weitere fünf Lastwagen mit Wasserreinigungstabletten und Material für sanitäre Anlagen sind unterwegs.
UNICEF fordert die amerikanischen und britischen Truppen auf, für sicheren Zugang der Helfer zu sorgen und gegen Plünderungen einzuschreiten, die auch vor Krankenhäusern und Gesundheitsstationen nicht Halt machen. „UNICEF hat vor dem Krieg Netzwerke und Verteilsysteme im Irak aufgebaut. Dies ist die Vorraussetzung dafür, um zum Beispiel Impfkampagnen durchführen und mangelernährten Kindern zu helfen“; sagt Carel De Rooy, Leiter von UNICEF Irak. „Die Plünderungen, das Chaos und der Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung könnten diese lebenswichtigen Systeme völlig zerstören.“
UNICEF ruft angesichts der bedrohlichen Situation dringend zu Spenden auf. Die ARD unterstützt die humanitäre Hilfe für den Irak mit einer Live- Sendung „Für die Zukunft der Kinder“ am Montag um 20.15 Uhr.
UNICEF-Spendenkonto 300.000
Sozialbank Köln (BLZ 370 205 00)
Stichwort: Irak
oder: Spendentelefon 0137/300.000 sowie im Internet: www.unicef.de Weitere Informationen im Internet unter www.unicef.de
Angelika Söhne
Pressestelle
______________ UNICEF Deutschland Höninger Weg 104 50969 Köln Köln, den 13. April 2003 web: www.unicef.de
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