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ISSN 1610-0611
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Irak: Hilfe für Zivilbevölkerung

Irak: Hilfe für Zivilbevölkerung weiter dringend nötig

Kirchliche Hilfezentren bisher von Plünderungen verschont

Die Diakonie Katastrophenhilfe und ihre Partner
stellen sich auf eine längerfristige Unterstützung von Not leidenden
Menschen im Irak ein. "Die Hilfe wird zumindest in einigen Regionen des
Landes noch mehrere Monate erforderlich sein", erklärt die Leiterin der
Diakonie Katastrophenhilfe, Hannelore Hensle. Bislang wurden fünf Transporte
mit Hilfsgütern nach Mosul, Kirkuk, Badra, Basra und Bagdad gebracht. Sie
stellen den Nachschub für die kirchlichen Hilfezentren im Irak sicher.
Darüber hinaus arbeitet die Diakonie in Basra und Umm Kasr daran mit, die
Wasserversorgung zu verbessern.
Während des Krieges hatten in den Hilfezentren in Bagdad, Basra, Mosul und
Kirkuk Hunderte Familien Schutz vor den Bombardierungen gefunden. Die
Verteilung von Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten wird angesichts
der noch immer schwierigen Versorgungslage fortgesetzt. Viele Menschen im
Irak haben ihre Arbeit verloren oder erhalten keinen Lohn mehr. Die Preise
für Lebensmittel sind zugleich gestiegen, so dass es vielen immer schwerer
fällt, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.
"Große Sorge bereitet uns auch die Sicherheitslage", so Hannelore Hensle. "
Zwar hat sich die Lage an einigen Orten stabilisiert, doch es kommt noch
immer zu Plünderungen, Überfällen und Schusswechseln. Die kirchlichen
Hilfezentren sind aber bislang verschont geblieben und in einigen Fällen
gelang es auch, Plünderungen abzuwenden. Die Mitarbeiter der Mutter- und
Kind-Klinik in Basra, der die Diakonie Katastrophenhilfe im Februar
Medikamente zur Behandlung krebskranker Kinder geliefert hatte, setzten sich
ebenfalls erfolgreich gegen Plünderer zur Wehr."
Die gute Zusammenarbeit zwischen Christen und Moslems während des Krieges
müsse weiter ausgebaut werden, betont Hannelore Hensle. "Mit unseren
Hilfsmaßnahmen wollen wir dazu beitragen, den Frieden und den Aufbau einer
Zivilgesellschaft zu fördern." In Mosul wurden bereits interreligiöse
Komitees ins Leben gerufen, die sich für die freie Ausübung aller Religionen
einsetzen und zugleich einer Spaltung entgegenwirken wollen.
Für die Hilfe in den Ländern des Mittleren und Nahen Ostens ist die Diakonie
Katastrophenhilfe dringend auf Spenden angewiesen, Kennwort "Irak".
Spendenkonten:

Diakonie Katastrophenhilfe:
Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70 oder online über das
Internet www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas International:
Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00
oder online über das Internet <http://spende.caritas-international.de>



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Stuttgart, 16. Mai 2003.
Gesine Wolfinger,

Claudia Dengler
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Diakonie Katastrophenhilfe - Öffentlichkeitsarbeit und Werbung
Sekretariat Presse
Stafflenbergstr. 76, 70184 Stuttgart
Postfach 10 11 42, 70010 Stuttgart
Telefon: 07 11/21 59 - 4 44
Telefax: 07 11/21 59 - 1 10
E-Mail: presse@diakonie-katastrophenhilfe.de
Website: http://www.diakonie-katastrophenhilfe.de


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