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Irak: Rotes Kreuz intensiviert Hilfen
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Zusätzliche internationale Rotkreuz-Helfer in Bagdad angekommen
Das internationale Rote Kreuz bleibt im Irak aktiv. Acht internationale Helfer sind am 24. April nach Bagdad eingeflogen worden. Obwohl die Sicherheitslage noch nicht stabil ist, werden zur Zeit konkrete Hilfsleistungen und Lageeinschätzungen vorgenommen. Das Rote Kreuz hat im Irak über 1000 „Safe and well“ - Botschaften weitergeleitet, die von Irakern an ihre ausländischen Verwandten geschrieben worden sind.
Das Internationale Rote Kreuz ist sehr besorgt über die fehlenden staatlichen Strukturen im Irak. Unsere Delegierten stellen fest, dass keine Gehälter für öffentliche Dienste wie Krankenhauspersonal, Wasseraufbereitung, Abwasserhantierung und Müllabfuhr bezahlt werden. Ein Beispiel: Die Rustumiya Kläranlage in Bagdad funktioniert durch Mangel an Strom zur Zeit nicht. Da die Angestellten nicht bezahlt werden, kommen sie nicht zur Arbeit, was zu Plünderungen und Vandalismus führt.
Die Zivilbevölkerung in Irak kann über das Rote Kreuz „Safe and well“ . Botschaften an Verwandte im Ausland senden. Bisher sind über 1000 solche Nachrichten aus dem Irak ins Ausland versandt worden. Auch in Deutschland lebende Iraker, die ihre Verwandten vermissen, können mit Hilfe der Rotkreuz-Website www.familylinks.icrc.org ihre Nächsten ausfindig machen.
Das Internationale Rote Kreuz ist mit über 130 Delegierten (internationale und irakische vom Irakischen Roten Halbmond) im Irak im Einsatz. Die Delegierten verteilen, aus Warenlagern innerhalb des Iraks, Wasser, Medizin und Lebensmittel an die Zivilbevölkerung. Das Rote Kreuz hat die Wasserversorgung in großen Teilen Bagdads und Basras wiederhergestellt und verteilt seit Beginn des Krieges täglich über 10.000 Liter frisches Wasser an Krankenhäuser.
So bald die Sicherheitslage es zulässt, wird das Deutsche Rote Kreuz (DRK) konkrete Erkundigungen im Irak vornehmen. In erster Linie wird der Wiederaufbau von Krankenhäusern, ländlichen Gesundheitseinrichtungen und Wasserversorgungsanlagen Priorität haben.
Das DRK will so schnell wie möglich die Arbeit an zwei Rehabilitationszentren (in Basra und Suleimaniya) für Minenopfer und Kriegsverletzte in Irak wieder aufnehmen. Ziel ist es, Kriegsversehrten und Minenopfer, unter ihnen mindestens 100.000 Kinder, in Handwerksberufen und Computertätigkeiten auszubilden.
Um die humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung weiter leisten zu können sind wir dringend auf Spenden angewiesen.
Deutsches Rotes Kreuz Bank für Sozialwirtschaft Bankleitzahl 370 205 00 Kennwort: Nahost
Für weitere Informationen zu den Hilfen im Irak-Krieg steht Ihnen die DRK-Pressestelle gern zur Verfügung.
Diese Pressemitteilung und weitere Informationen zu den Hilfen im Irak-Krieg finden Sie im Internet unter: www.DRK.de
DRK-Pressestelle: Lübbo Roewer 030-85404 158 Fredrik Barkenhammar 030-85404 155
Hier geht es zur DRK-Homepage http://www.drk.de
Berlin, 25. April 2003 29/03
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