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ISSN 1610-0611
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Lage im Irak ist Besorgnis erregend

Füllkrug-Weitzel: Lage im Irak ist Besorgnis erregend

Diakonie Katastrophenhilfe verzeichnet Spendenrekord

Die Direktorin der Diakonie Katastrophenhilfe,
Cornelia Füllkrug-Weitzel, hat sich besorgt über die Lage im Irak geäußert.
"Auch mit viel gutem Willen lässt sich auf Seiten der Besatzungsmacht außer
den militärischen Befriedungsbemühungen nur wenig Interesse am Aufbau
friedensfähiger und demokratischer Strukturen erkennen", erklärte sie bei
der Jahrespressekonferenz der Diakonie Katastrophenhilfe in Berlin. Solche
Strukturen seien die Voraussetzung, damit aus einer "Befriedung" tatsächlich
Frieden werden könne.
Die Entwicklungen in Afghanistan und im Irak zeigten nur allzu deutlich,
dass es sich bei der Annahme, humanitäre Katastrophen ließen sich durch
einen Angriffskrieg bewältigen, um einen Irrtum handele. Beide Länder seien
nach dem offiziellen Ende der Kämpfe weit von geordneten Verhältnissen
entfernt. Von wirtschaftlicher, sozialer und politischer Sicherheit könne
keine Rede sein. Darunter leide vor allem die Zivilbevölkerung.
"Frieden und Demokratie lassen sich nicht aufzwingen. Sie müssen sich von
unten entwickeln", betonte Füllkrug-Weitzel. Christen und Moslems
betrachteten es als ihre Aufgabe, gemeinsam am Aufbau der Zivilgesellschaft
mitzuwirken. Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstütze sie dabei. "Es gilt,
die tiefen Gräben, die der 11. September 2001 geschlagen hat, zu
überwinden."

Rekord-Spendenergebnis
Die Diakonie Katastrophenhilfe hat im vergangenen Jahr mit 64 Millionen Euro
das höchste Spendenergebnis ihrer Geschichte verzeichnet. Knapp 60 Millionen
Euro kamen allein für die Opfer der Jahrhundertflut in Ostdeutschland und
Osteuropa zusammen. Bis Juli 2003 wurden 52 Millionen Euro für die
Flut-Hilfe in Europa aufgewendet. 45 Millionen Euro flossen nach Sachsen,
Sachsen-Anhalt und Thüringen, vier Millionen Euro gingen nach Russland,
Rumänien und Tschechien. Drei Millionen Euro wurden für projektbegleitende
Maßnahmen eingesetzt. "Hinter diesen Zahlen verbergen sich Tausende von
Einzelschicksalen, denen die Diakonie Katastrophenhilfe in der Stunde der
Not beigestanden hat und weiterhin beistehen wird", so Füllkrug-Weitzel.
Das Engagement der Diakonie Katastrophenhilfe ging aber auch 2002 weit über
die Grenzen Europas hinaus: insgesamt wurden 176 Programme in weltweit 51
Ländern umgesetzt. Einen Schwerpunkt bildete die Hilfe für die von
Hungersnot bedrohten Menschen im südlichen Afrika. Die Soforthilfe zur
Linderung der akuten Not wird ergänzt durch Wiederaufbauprogramme sowie
Maßnahmen zur Katastrophenvorbeugung.



Hinweis: Die Diakonie Katastrophenhilfe ist seit 30. Juli mit ihrem neuen
Internet-Auftritt online: www.diakonie-katastrophenhilfe.de


Berlin, 30. Juli 2003.
Claudia Dengler
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Diakonie Katastrophenhilfe - Öffentlichkeitsarbeit und Werbung
Sekretariat Presse
Stafflenbergstr. 76, 70184 Stuttgart
Postfach 10 11 42, 70010 Stuttgart
Website: http://www.diakonie-katastrophenhilfe.de
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