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ISSN 1610-0611
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Medikamente für den Irak

Hilfstransport in Tübingen gestartet

Einen Hilfstransport mit lebenswichtigen Medikamenten haben die Diakonie Katastrophenhilfe und die Arzneimittelhilfe des Deutschen Instituts für Ärztliche Mission (DIFÄM) in Tübingen gestartet. Die Arzneimittel im Wert von 98.000 Euro werden über Jordanien nach Bagdad gebracht und dort an verschiedene Kliniken verteilt.

 


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Die knapp 600 Kartons mit einem Gesamtgewicht von knapp sieben Tonnen enthalten 65 verschiedene Medikamente, darunter Mittel gegen starke Schmerzen und zur Wundversorgung, Anästhetika, Infusionslösungen, Präparate gegen allgemeine chronische Erkrankungen sowie starke Antibiotika. Allein mit einem der Antibiotika können rund 10.000 Menschen behandelt werden, die an Infektionen der Atemwege, der inneren Organe oder der Haut leiden. Ein anderes Präparat gegen sehr starke Schmerzen reicht für rund 5.000 Behandlungen aus.

 


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Nach Berichten von Partnern der Diakonie Katastrophenhilfe aus dem Irak ist die Situation in zahlreichen Krankenhäusern noch immer Besorgnis erregend. Viele Ärzte und Krankenschwestern leisten ihren Dienst seit dem Zusammenbruch des irakischen Regimes ohne Bezahlung und unter den schwierigsten Bedingungen. Medizinische Geräte sind vielfach nicht funktionsfähig, der Bedarf an Medikamenten, unter anderem zur Behandlung von Diabetes, Bluthochdruck und Herzkrankheiten, ist groß. Auch Arzneimittel zur Therapie von Krebs werden dringend benötigt.

Die Diakonie Katastrophenhilfe und das DIFÄM planen deshalb eine weitere Sendung mit Krebsmedikamenten für Kinder im Irak. Ein erster Transport war noch vor dem Krieg in die Mutter- und Kind-Klinik nach Basra gebracht worden.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es im Irak insgesamt 1.285 Gesundheitszentren sowie 160 Krankenhäuser, darunter 33 in Bagdad. Viele von ihnen sind nur eingeschränkt arbeitsfähig und stehen unter militärischer Bewachung, um weitere Plünderungen zu vermeiden.


Tübingen/Stuttgart, 30. April 2003.


Gesine Wolfinger, Pressereferentin Diakonie Katastrophenhilfe
Albert Petersen, DIFÄM-Arzneimittelhilfe,
Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V. -
Pressestelle Ökumenische Diakonie -
Stafflenbergstraße 76
70184 Stuttgart
www.diakonie-katastrophenhilfe.de

DIFÄM Deutsches Institut für Ärztliche Mission e. V.
Paul-Lechler-Strasse 24
72076 Tübingen
Internet: http://www.difaem.de



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Irak: Rotes Kreuz intensiviert Hilfen | HÊVĪ - Hilfswerk für Kurdistan e.V.