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ISSN 1610-0611
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Tödliche Gefahr durch Wassermangel

Irak

Tödliche Gefahr durch Wassermangel

UNICEF bringt Trinkwasser in den Südirak - Eine Million Euro Soforthilfe

Mit jedem Kriegstag verschärft sich die Gefahr für Millionen Kinder im Irak, die durch Wassermangel und Krankheiten bedroht sind. UNICEF- Helfer berichten, dass die gefährlichen Durchfallerkrankungen bei Kindern im Süden des Landes zunehmen. Schon vor dem Krieg litt jedes irakische Kind durchschnittlich 15mal pro Jahr an Durchfall. Erkrankungen, die durch verschmutztes Wasser hervorgerufen werden, sind Todesursache Nummer eins bei irakischen Kindern, jedes achte Kind stirbt vor seinem fünften Geburtstag. Inzwischen sind auch weite Teile der Bevölkerung im Großraum Bagdad ohne ausreichende Versorgung mit Trinkwasser nachdem Anfang der Woche ein zentrales Kraftwerk getroffen wurde. Auch in den umkämpften Städten Nasariah, Kerbala und Najaf arbeiten die Wasserpumpen nur zu 40 bis 50 Prozent ihres Vorkriegsniveaus. Im Südirak steigen die Temperaturen tagsüber bereits auf 38 Grad Celsius. Entsprechend hoch ist der Bedarf an sauberem Trinkwasser.

UNICEF hat von Kuwait aus eine Versorgungsaktion mit Tankwagen gestartet. In den vergangenen sieben Tagen erreichten 85 Lastwagen mit mehr als 20 Millionen Litern Trinkwasser die südirakischen Städte Safwan, Zubair, Um Quasr und die Vororte von Basra. Die Laster transportieren auch Basismedikamente gegen Durchfall- und Atemwegserkrankungen, Antibiotika, sowie Schmerz- und Narkosemittel, die an Krankenhäuser und Gesundheitsstationen verteilt werden. In Um Quasr hat UNICEF irakische Techniker mit dringenden Reparaturarbeiten an den Wasserwerken beauftragt.

Auch im Nordirak kümmert sich UNICEF um die Wasserversorgung von Flüchtlingen. So wurden in den vergangenen Tagen in den Lagern in Bazyan und Surdash in der Nähe von Suleimaniyah Wasseranschlüsse installiert, Latrinen gebaut und Kanister sowie Hygieneartikel verteilt.

UNICEF Deutschland hat eine Million Euro als Soforthilfe für die Not leidenden Kinder im Irak bereitgestellt. Um den Kindern weiter helfen zu können, ist UNICEF dringend auf Spenden angewiesen. Am kommenden Donnerstag (10.4.) wird das ZDF eine Spendengala zugunsten der Kinder im Irak veranstalten, die um 20.15 Uhr live ausgestrahlt wird. UNICEF bittet um Spenden unter:

Spendenkonto 300.000

Sozialbank Köln (BLZ 370 205 00)

Stichwort: Irak

oder: Spendentelefon 0137/300.000 sowie im Internet: www.unicef.de

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die UNICEF-Pressestelle,
Rudi Tarneden und Helga Kuhn, 0221/93650-235/234 oder 0170/8518846

Weitere Informationen im Internet unter www.unicef.de




Angelika Söhne
Pressestelle
Köln, den 9. April 2003
______________
UNICEF Deutschland
Höninger Weg 104
50969 Köln
web: www.unicef.de


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