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ISSN 1610-0611
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Unabhängigkeit der humanitären Hilfe gefordert

Diakonie: Nachschub für Hilfezentren im Irak
Unabhängigkeit der humanitären Hilfe gefordert

Angesichts der zunehmenden Not in der irakischen
Zivilbevölkerung bereitet die Diakonie Katastrophenhilfe gemeinsam mit ihren
Partnern in Amman einen weiteren Hilfsgütertransport nach Bagdad vor. 250
Zelte, 8.000 Decken, 1.500 Lebensmittelpakete sowie Medikamente sollen in
die kirchlichen Hilfezentren im Irak gebracht werden. Die Pakete enthalten
Grundnahrungsmittel wie Reis, Zucker, Hülsenfrüchte und Milch. Mit einer
Ration kann eine Familie mit drei Kindern zwei Wochen lang versorgt werden.
"Wir hoffen sehr, dass der Transport unbeschadet an die Hilfezentren
gelangt. Nachschub ist dringend notwendig, je länger der Krieg dauert", sagt
die Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe, Hannelore Hensle. Die
Nahrungsmittelvorräte schwinden, die Kommunikation wird immer schwieriger
und die Wasserversorgung droht zusammenzubrechen.
Zugleich fordert die Diakonie Katastrophenhilfe erneut die strikte Trennung
von militärischen Aktionen und humanitärer Hilfe. Durch das Bestreben der
USA, die Koordinierung an sich zu ziehen, stünden Neutralität,
Unparteilichkeit und Glaubwürdigkeit der humanitären Hilfe auf dem Spiel,
betont Hensle. Humanitäre Hilfe muss sich an Prinzipien orientieren, wie sie
etwa in den Genfer Konventionen niedergelegt sind. Die Diakonie
Katastrophenhilfe setzt sich deshalb gemeinsam mit anderen nicht-staatlichen
Organisationen für die Unabhängigkeit der humanitären Hilfe ein.
Bei einem ökumenischer Gottesdienst in Amman beteten rund 500 Protestanten,
Katholiken und Orthodoxe gemeinsam für den Frieden im Irak und Palästina.
Die Kirchen lehnen den Krieg entschieden ab und setzen sich weiterhin
gemeinsam mit ihren moslemischen Landleuten für den Frieden ein.
Für die Hilfe in den Ländern des Mittleren und Nahen Ostens ist die Diakonie
Katastrophenhilfe dringend auf Spenden angewiesen, Kennwort "Irak".

Spendenkonten:

Diakonie Katastrophenhilfe:
Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70 oder online über das
Internet www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas International:
Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00
oder online über das Internet http://spende.caritas-international.de


Stuttgart, 1. April 2003.


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