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ISSN 1610-0611
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Humanitäre Lage in der Golf-Region verschlechtert

Humanitäre Lage in der Golf-Region verschlechtert sich

Vorbereitungen auf Versorgung von Flüchtlingen auch in Syrien

Knapp eine Woche nach Beginn des Krieges im Irak
verschlechtert sich die humanitäre Lage in der Region zunehmend. Noch sind
große Flüchtlingsströme ausgeblieben, doch die Situation an der
türkisch-irakischen Grenze ist angespannt. In Jordanien und Syrien laufen
die Vorbereitungen der Diakonie Katastrophenhilfe und ihrer Partner für die
Versorgung von Flüchtlingen auf Hochtouren. In den irakischen Städten Basra
und Bagdad wird das saubere Trinkwasser immer knapper.
Im Nord-Irak sind nach Angaben der türkischen Partnerorganisation "Anatolian
Development Foundation" mehrere Tausend Iraker auf der Flucht vor den
militärischen Angriffen. Sie hielten sich in der Nähe der an der Grenze
gelegenen Stadt Cukurca auf und lebten unter "schwierigen Bedingungen", so
die Hilfsorganisation. Auch auf türkischer Seite sind Vorkehrungen zur
Versorgung der Flüchtlinge unter Federführung des Roten Halbmonds getroffen
worden.
In Jordanien und Syrien gehen die Vorbereitungen auf die Versorgung von
Flüchtlingen weiter. Das syrische Lager Al Hol, in dem noch rund 90
Flüchtlinge aus dem Golfkrieg 1991 leben, wird für die Aufnahme von rund
20.000 Menschen vorbereitet. Der mittelöstliche Kirchenrat, mit dem die
Diakonie Katastrophenhilfe eng zusammenarbeitet, will sich an der Verteilung
von Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Kleidung beteiligen. Die Hilfsgüter
werden auf regionalen Märkten beschafft.
Im jordanischen Camp "A" in der Nähe des Ortes Ruweischid, das für knapp
20.000 irakische Flüchtlinge Platz bieten soll, unterstützen die Diakonie
Katastrophenhilfe und ihre Partner ebenfalls die erforderlichen
Hilfsmaßnahmen, darunter die Installation von sanitären Anlagen und
Abwassersystemen. Darüber hinaus werden Lebensmittelpakete für 500
Flüchtlingsfamilien vorbereitet.
Im Irak selbst stehen 18 große sowie eine Reihe von kleineren kirchlichen
Gebäuden, Schulen und Moscheen als Hilfezentren für Familien offen, die
Schutz vor den Bombardierungen suchen. Sie erhalten dort Lebensmittel,
Trinkwasser und Medikamente.

Für die Hilfe in den Ländern des Mittleren und Nahen Ostens ist die Diakonie
Katastrophenhilfe dringend auf Spenden angewiesen, Kennwort "Irak".

Spendenkonten:

Diakonie Katastrophenhilfe:
Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70 oder online über das
Internet www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/



Caritas International:
Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00
oder online über das Internet <http://spende.caritas-international.de>



Stuttgart, 26. März 2003.


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Hinweise auf Kriegsverbrechen | Irakische Armee verübt Massaker in Kirkuk