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ISSN 1610-0611
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Irakische Armee verübt Massaker in Kirkuk

Irakische Armee verübt Massaker an 78 Personen in Kirkuk

Bereits am Sonntag, dem 23. März, hat die
irakische Armee ein Massaker unter Offizieren
der Armee und der Zivilbevölkerung der Stadt
Kirkuk im Nordirak begangen, die wegen ihrer
Schlüsselstellung für die Ölförderung des Irak
umkämpft ist. Dies erfuhr die Gesellschaft für
bedrohte Völker (GfbV) erst heute aus zwei
voneinander unabhängigen Quellen aus dem
Nordirak. Demnach seien 78 Personen, darunter 62
Offiziere der irakischen Armee und 16
Zivilisten, 12 Kurden und vier Turkmenen,
erschossen worden. Die Offiziere hätten sich
geweigert, in der Armee Saddams zu kämpfen. Die
Zivilisten seien beschuldigt worden, Sabotage
gegen den Irak zu begehen.

Neu sei dabei, dass nun offenbar auch bislang
relativ unbehelligte Minderheiten wie die
Turkmenen verstärkt ins Zielfeld der Armee
Saddam Husseins gerieten. Außerdem gefährde die
irakische Armee die Zivilbevölkerung in
verbrecherischer Weise: Es sei beobachtet
worden, dass die irakische Armee in Kirkuk ihre
Luftabwehr auf den Dächern von Zivilobjekten
installiere. Damit nehme sie bewusst den Tod von
Zivilisten in Kauf.





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Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Göttingen, 26. März 2003
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