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Luftbruecke fuer Zivilbevoelkerung
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Humanitäre Luftbruecke für Zivilbevölkerung im Nordirak GfbV fordert Sondersitzung des Bundestages Bundestagsfraktionen sollen eine Luftbrücke in die Südosttürkei beschließen
Angesichts des anhaltenden Flüchtlingsstroms in die Bergregionen des Nordirak, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine Sondersitzung des Bundestages. „Beschließen Sie so schnell wie möglich den Aufbau einer Bundeswehr-Luftbrücke in die Südosttürkei. Nur so kann die kontinuierliche Versorgung der 500.000 Flüchtlinge sofort anlaufen“, appellierte der Generalsekretär der GfbV am Dienstag, den 25. März in Göttingen an die Fraktionen des Deutschen Bundestages. „Nach unseren Informationen sind bis zu 500.000 Menschen aus den schwer umkämpften Städten Dohuk, Mosul und Kirkuk in die Berge geflohen.“ Diese Zahlen werden von Mitarbeitern der Hilfsorganisation Malteser Hilfsdienst (Köln) vor Ort bestätigt. Die Menschen in der Region benötigten dringend Nahrungsmittel, sauberes Wasser, Medikamente, Decken und Zelte. Die meist kurdischen Flüchtlinge kommen sowohl aus den von Saddam kontrollierten Städten Mosul und Kirkuk, als auch aus den Städten unter kurdischer Verwaltung.
Die deutsche Öffentlichkeit werde es nach den Erfahrungen der Jahrhundertflut begrüßen, dass die Bundeswehr als Friedensinstrument für die Hilfe im Irak zum Einsatz komme. Eine solche Luftbrücke könnte von allen deutschen Hilfswerken genutzt werden.
Gerade auch die Oppositionsparteien CDU/CSU und FDP stünden in der Pflicht. Die Regierung Kohl/Kinkel habe den Aufbau der irakischen Giftgas-Industrie in den 80er Jahren weder behindert noch energisch unterbunden und sei dadurch mitschuldig an den etwa 5.000 Giftgas- Opfern in der kurdischen Stadt Halabja im Rahmen der von General Ali Hassan el Madschid geplanten und geleiteten Offensive „Anfal“. Etwa 180.000 Kurden und mit ihnen Yeziden und assyro- chaldäische Christen kamen dabei ums Leben.
========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Göttingen, 25. März 2003 ==========================================================
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