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ISSN 1610-0611
Newsletter


Setzen Sie keine Uranhaltige Munition ein

Gesellschaft für bedrohte Völker International
appelliert an Präsident Bush:

Setzen Sie keine Uranhaltige Munition ein

Die Gesellschaft für bedrohte Völker
International (GfbV) appelliert an Präsident
Bush, keine bunkerbrechenden Bomben mit
Sprengköpfen aus abgereichertem Uran
einzusetzen. Sie gefährden die Zivilbevölkerung
und verletzen damit die Bestimmungen der Genfer
Konventionen zum Schutz der Zivilbevölkerung in
bewaffneten Konflikten. Die sechs Sektionen der
GfbV International fordern in Schreiben an ihre
jeweilige amerikanische Botschaft eine
vollständige Aufklärung über den Einsatz dieses
Waffentyps. Im Rahmen der Genfer Konventionen
ist für derartige Vertragsverletzungen die
Einsetzung einer Fact-Finding-Mission vorgesehen.

Bei den heutigen Bombardierungen von Bagdad
hatte die amerikanische Luftwaffe
satellitengesteuerte bunkerbrechende Bomben
eingesetzt. Dies meldete der US-
Nachrichtensender CNN. Die Gegend um die Ziele
in der Innenstadt sei in dichten Rauch gehüllt
gewesen, berichteten Journalisten aus Bagdad.
Die 4.5-Tonnen-Bomben des Typs GBU-37 können zur
verbesserten Durchschlagskraft mit Sprengköpfen
aus abgereichertem Uran bestückt werden. In den
Konflikten am Golf, in Kosovo und Afghanistan
hat die amerikanische Armee solche Sprengköpfe
bereits eingesetzt. Daher ist die Verwendung von
abgereichertem Uran auch jetzt zu befürchten.
Durch den freigesetzten Uranstaub würde eine
langfristige Verseuchung der irakischen
Hauptstadt drohen.

Das Uranium Medical Research Center (UMRC) in
Richmond Hill im kanadischen Bundesstaat Ontario
hat in seiner Studie vom November 2002 in Teilen
Afghanistans eine 100fach höhere
Urankonzentration als normal nachgewiesen, was
auf den Einsatz von Uran-Munition schließen
lässt. Dies ist für die betroffene Bevölkerung
äußerst gesundheitsschädigend. In Form von
Uranstaub, verseuchter Erde, Nahrung und vor
allem von verseuchtem Wasser führt das toxische
Uran hauptsächlich zu Nierenschäden und
Lungenkrebs. Zudem kann Uran das
Zentralnervensystem schädigen und möglicherweise
die Reproduktionsfähigkeit beeinträchtigen.

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Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Göttingen, 28. März 2003
Hompage:http://www.gfbv.de
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