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ISSN 1610-0611
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Sicherheit für Helfer und Zivilbevölkerung

Irak: Sicherheit für Helfer und Zivilbevölkerung muss respektiert werden

Die Straßen von Bagdad sind für Zivilpersonen und humanitäre Helfer immer noch nicht sicher. Aus Bagdad melden die Delegierten vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), dass die Sicherheitslage der wichtigste Faktor für die dringend notwendige humanitäre Hilfe ist. Vor allem müssen Krankenhäuser und Wasserstationen vor Plünderungen geschützt werden.

Ingenieure vom IKRK haben am 17. April die Wasserversorgung für die 900.000 Einwohner im Nordosten Bagdads wieder hergestellt. Die Wasserstation, die den
Stadtteil „Al-Sadr“ mit Wasser versorgt, wurde während Unruhen in der Stadt zerstört. Zur Zeit ist die Wiederherstellung der Infrastruktur wie die Strom- und Wasserversorgung das wichtigste Arbeitsfeld für das IKRK in Bagdad.

Das IKRK war mit Mitarbeitern am 16. April im Al-Rashad Krankenhaus in Bagdad und hat 30.000 Liter Wasser sowie Lebensmittel, Öl und Treibstoff zur
Verfügung gestellt. Das Krankenhaus wurde bei Plünderungen weitgehend zerstört und die 1050 Patienten sind am 10. April geflohen. Bisher sind etwa 300 Patienten zurückgekehrt. Die Bedingungen im Krankenhaus sind erbärmlich, da weder Wasser noch Nahrungsmittel ausreichend zur Verfügung stehen.

Das IKRK in Bagdad fungiert derzeit als ein neutraler Vermittler zwischen US-Streitkräften und den ehemals für die Infrastruktur zuständigen irakischen Behörden.
So schnell wie möglich müssen grundlegende Funktionen wie Wasser, Strom und Müllentsorgung in Bagdad wieder hergestellt werden. Nach der vierten Genfer Konvention hat eine Besatzungsmacht die Pflicht, alles in Ihrer Macht zu tun, um diese grundlegenden Funktionen für die Bevölkerung zu sichern.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz ist zur Zeit im Irak mit ca. 130 Delegierten aktiv. Um die humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung weiter leisten zu
können sind wir dringend auf Spenden angewiesen.

Deutsches Rotes Kreuz
Bank für Sozialwirtschaft
Bankleitzahl 370 205 00
Kennwort: Nahost

Für weitere Informationen zu den Hilfen im Irak-Krieg steht Ihnen die DRK-Pressestelle gern zur Verfügung.



Diese Pressemitteilung und weitere Informationen zu den Hilfen im Irak-Krieg finden Sie im Internet unter: www.DRK.de




DRK-Pressestelle:
Lübbo Roewer 030-85404 158
Fredrik Barkenhammar 030-85404 155

Berlin, 17. April 2003
28/03





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