Dramatische Situation in Bagdads Krankenhäusern Bundesregierung zur Soforthilfe aufgefordert
Die Situation in vielen der rund 125 Krankenhäuser in Bagdad hat sich dramatisch verschlechtert. Viele Krankenhäuser sind vom öffentlichen Wasser- und Stromnetz abgeschnitten oder werden ausgeplündert, während unentwegt neue verwundete Kämpfer und verletzte Zivilisten eingeliefert werden. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert die Bundesregierung auf, sofort, ohne politische Vorbehalte Kontakt mit den Verantwortlichen amerikanischen und britischen Stellen aufzunehmen, um medizinisches Personal, medizinische Apparate und Instrument und Medikamente nach Bagdad zu fliegen. Sinnvollerweise sollten Maschinen der Bundeswehr den Transport der Hilfsgüter übernehmen. Unbürokratisch und pragmatisch müssen Lazarette der Bundeswehr in die Krisenregion geflogen werden.
Nach Angaben von Hilfsorganisationen vor Ort drohen in Bagdad Seuchen wie Cholera und Typhus, nachdem bereits Darmerkrankungen bei Kindern ausgebrochen sind.
Es muss für jeden Friedenspolitiker in Berlin, gleich welcher Partei, unerträglich sein, wenn Kriegsopfer bei Amputationen ohne Narkose operiert werden müssen.
Die GfbV wird sich in dieser Sache noch heute Vormittag an die Bundesregierung und die Fraktionen der im Bundestag vertretenen Parteien wenden.
==================================== GfbV fordert: Soforthilfe fuer Bagdads Krankenhaeuser ==================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Göttingen, 11. April 2003 ==================================== =
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