Bayerns immer wieder extremistischer Innenminister Günther Beckstein will politische Flüchtlinge aus dem Irak vom Staatsschutz beobachten lassen, weil der Freistaat Bayern mit seiner großen Zahl an Exilirakern angeblich besonders bedroht sei. Wir verstehen nicht, dass Beckstein ausgerechnet diese Flüchtlinge, die überlebenden Opfer von zwei Völkermordverbrechen jetzt intensiv observieren lassen möchte. Saddam Hussein sind 500.000 Kurden und etwa 400.000 Schiiten zum Opfer gefallen. Auch Zehntausende Demokraten, Sozialisten, Gewerkschaftler, Christen, ins Ausland geflüchtete oppositionelle Angehörige der Frauenbewegung wurden ermordet. Offensichtlich hat Bayerns Innenminister aus der deutschen Geschichte, dem Holocaust oder der Massenvertreibung von Deutschen nach 1945 nicht das Geringste gelernt. Im Übrigen wird Deutschland, dessen Regierung sich seit Monaten gegen den Irakkrieg gewandt hat, das letzte Land sein, welches einen Anschlag des irakischen Regimes zu befürchten hat.
========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Göttingen, 19. März 2003 ==========================================================
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