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ISSN 1610-0611
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"Propaganda verdeckt die wahren Kriegsziele"


Attac hält an Aktivitäten gegen Krieg und Besatzung fest

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac setzt die Proteste
gegen Krieg und Besatzung im Irak auch nach dem Sturz des Regimes
von Saddam Hussein in Bagdad fort. "Ein völkerrechtswidriger
Krieg wird auch durch einen militärischen Sieg nicht nachträglich
legitimiert", sagte Barbara Fuchs von der Attac-AG Globalisierung
und Krieg. "Die US-Intervention und die Besatzung bleiben ein
Bruch internationalen Rechts." Zwar ist ein brutaler Diktator
gestürzt worden, doch zugleich haben die US-Bombardements mit
Streubomben im Sekundentakt tausende Zivilisten getötet,
verwundet, obdachlos gemacht und die Infrastruktur des Landes
zerstört.

Zudem warnt Attac davor, durch die Bilder jubelnder Menschen auf
den Straßen in Bagdad die wahren Ziele des Angriffs der US-
amerikanischen und britischen Truppen aus den Augen zu verlieren.
"Wir lassen uns nicht weismachen, dass es um Menschenrechte und
Befreiung ging", so Fuchs. Ziel sei vielmehr der Zugang zu
Rohstoffen und Märkten und die militärische Vorherrschaft im
Nahen Osten. "Die USA hatten noch nie Probleme damit, Diktatoren
zu unterstützen, solange diese das US-Militär ins Land gelassen
haben und ihr Öl an US-Konzerne geflossen ist." Als reine
Propaganda hat sich durch den Verlauf des Krieges auch die
Behauptung der USA entpuppt, dass der Irak eine Gefahr für den
Weltfrieden sei, weil er über Massenvernichtungswaffen verfüge.

Die Friedensbewegung hat nach Ansicht von Attac allen Grund, ihre
Aktionen für eine friedliche Welt fortzusetzen. Erste Äußerungen
amerikanischer Politiker in ihrer Siegeseuphorie verstärken die
Befürchtung, dass US-Präsident Bush seinen Hegemonialfeldzug im
Nahen Osten und in anderen Teilen der Welt fortsetzen wird.
Attac wird seine aktive Rolle in der Friedensbewegung fortsetzen
und insbesondere solche Aktionen unterstützen, die sich gegen die
Ursachen von Krieg, Terror und Gewalt richten. Barbara Fuchs:
"Wir sagen Nein zur Besatzung des Irak durch US- und britisches
Militär und fordern stattdessen zivile Hilfe." Unter dem Motto
"Frieden statt Besatzung" ruft Attac zur Teilnahme an der
Demonstration der "Achse des Friedens" in Berlin am Samstag, 12.
April, auf, die sich primär gegen die Unterstützung des US-
Militärs von Deutschland aus richtet.




Weitere Informationen:
* www.attac.de/globkrieg
* www.achse-des-friedens.de

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Malte Kreutzfeldt
Pressesprecher Attac Deutschland


11.04.03


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