Kriegsablehnende Resolution in den UN-Sicherheitsrat einbringen - Überflugsrechte untersagen!
Die Antikriegs-Kampagne resist fordert von der deutschen Bundesregierung, möglichst gemeinsam mit weiteren Staaten eine den Irak-Krieg ablehnende Resolution in den UN-Sicherheitsrat einzubringen. Diese soll den Angriff auf den Irak als völkerrechtswidrig verurteilen sowie eine sofortige Einstellung der Kampfhandlungen und den Abzug aller fremden Truppen aus Irak fordern. "Es ist davon auszugehen, dass USA und Großbritannien eine den Irak-Krieg als völkerrechtswidrig verurteilende Resolution mit ihrem Veto blockieren würden", befürchtet Christoph Bautz, Pressesprecher von resist. "Die Mehrheit der Staaten im Sicherheitsrat werden sich aber sicherlich anschließen und dies würde die Isolation der USA und Großbritanniens einmal mehr aller Welt vor Augen führen."
Auch eine Verurteilung des Krieges durch die UN-Vollversammlung hält resist für sinnvoll, auch wenn deren Resolutionen im Unterschied zum UN-Sicherheitsrat lediglich empfehlenden Charakter haben. "Dies würde die UN stärken und vor der Bedeutungslosigkeit bewahren", so Bautz. Die UN muss nach Ansicht von Bautz verstärkt darauf drängen, die erfolgreichen Waffeninspektionen fortsetzen zu dürfen.
Zum zweiten fordert resist die Bundesregierung auf, britischen und US-amerikanischen Militärflugzeugen die Überflugrechte innerhalb des deutschen Luftraums zu entziehen. "In der Vergangenheit haben NATO-Mitglieder mehrfach zu solchen Mitteln gegriffen", stellt Clemens Ronnefeldt, Sprecher von resist fest. So habe Willy Brandt 1973 im Yom-Kippur-Krieg zwischen Israel und einigen arabischen Staaten den USA die Überflugrechte verweigert. 1986 entzogen Frankreich, Spanien und Portugal in Großbritannien startenden US-Kampfbomber die Überflugrechte, die Lybien bombardierten. "Nach Artikel 26 GG ist die Bundesregierung dazu verpflichtet, sämtliche Unterstützungsmaßnahmen für einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu unterlassen", so Ronnefeldt. "Wenn die Regierung britischen und US-amerikanischen Militärflugzeugen keine Überflugrechte untersagt, begeht sie Verfassungsbruch und macht sich strafbar."
Mit einer gewaltfreien Blockade der US-Airbase Rhein/Main am kommenden Samstag den 29.3.03 ab 12.00 Uhr will die Kampagne resist auch ihre Forderungen an die Bundesregierung unterstreichen. Resist erwartet bei dieser Aktion weit mehr Teilnehmer als bei den letzten beiden Blockaden, wo jeweils ca. 2.000 Menschen die Airbase für bis zu zehn Stunden blockierten.
Frankfurt, 25.3.03 Christoph Bautz, c/o Attac-Rat, Artilleriestr. 6, 27283 Verden, Clemens Ronnefeldt, c/o Versöhnungsbund, Ortsstr. 13, 56288 Krastel,
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