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Vereinte Nationen im Irak einbeziehen!
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Irak/Powell-Besuch in Berlin
ai: USA muss Vereinte Nationen im Irak einbeziehen
UN-Menschenrechts- und -Justizexperten müssen entsandt werden / Besatzungsmächte müssen Massengräber absichern / Resolution des UN-Sicherheitsrats soll ai-Forderungen aufnehmen
Berlin, 15. Mai 2003 - Im Irak ist die Besatzungsmacht USA offenbar mit der Aufgabe überfordert, für die öffentliche Ordnung und die Sicherheit der Menschen zu sorgen. Deshalb sollten so schnell wie möglich die Vereinten Nationen beratend einbezogen werden, forderte amnesty international (ai) anlässlich des Besuchs von US-Außenminister Powell in Berlin.
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Wien, 15. Mai 2003 - Im Irak ist die Besatzungsmacht USA offenbar mit der Aufgabe überfordert, für die öffentliche Ordnung und die Sicherheit der Menschen zu sorgen. Deshalb fordert amnesty international (ai), so schnell wie möglich die Vereinten Nationen beratend einzubeziehen. "Unsere Forderung, sofort UN-Menschenrechtsbeobachter in den Irak zu entsenden, gewinnt mit jedem Tag an Dringlichkeit", sagt Heinz Patzelt, Generalsekretär von ai-Österreich. "Alte und neue Menschenrechtsverletzungen müssen endlich aufgearbeitet werden."
UN-Generalsekretär Annan muss umgehend eine unabhängige Expertenkommission aufstellen, die Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit untersucht. "Für viele Menschen im Irak ist wichtig, das Schicksal der während der Diktatur Saddam Husseins Verschwundenen aufzuklären", so Patzelt. Die USA und Großbritannien müssen sofort dafür sorgen, dass entdeckte Massengräber und geheime Gefängnisse abgesichert und für Untersuchungen freigegeben werden. Auch in diesem Punkt hat sich die Besatzungsverwaltung bisher als unfähig erwiesen.
Weiter fordert ai, mittelfristig eine UN-Expertenkommission zu entsenden, die ein Justizreform-Programm entwickelt. Die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats fordert ai auf, diese Punkte in die anstehende Irak-Resolution aufzunehmen.
Seit dem 22. April 2003 hält sich eine ai-Delegation im Irak auf, um vor Ort die Menschenrechtssituation zu untersuchen. "Die wichtigste Forderung der Menschen hier ist nicht: 'wir brauchen Nahrung', sondern: 'wir brauchen Sicherheit'", berichten ai-Beobachter aus dem südirakischen Basra. Die ai-Delegation hat in der vergangenen Woche in Abul Khasib ein Massengrab entdeckt und andere Massengräber aufgesucht.
ai forderte bereits Anfang Mai die Besatzungsmächte auf, Beweise für Menschenrechtsverletzungen wirksam abzusichern. Wenn Unbefugte etwa Zugang zu den Gräbern erhalten, besteht die Gefahr, dass Knochen vermischt werden. Dadurch wird sowohl die Identifizierung wie die gerichtsmedizinische Untersuchung über Ursache und Zeitpunkt des Todes erheblich erschwert.
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