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ISSN 1610-0611
Newsletter


EU-Tiertransporte Verordnung

Tierschutzorganisation VIER PFOTEN begrüßt
Empfehlung der Bundesrats-Ausschüsse

- Der Bundesrat bezieht heute Stellung zum
Vorschlag der Europäischen Kommission für eine neue Tiertransporte
Verordnung. Der Bundesrats-Ausschuss für Fragen der EU sowie der
Agrarausschuss haben zur Vorbereitung der heutigen Stellungnahme
Empfehlungen vorbereitet (Drucksache 661/1/03).
„VIER PFOTEN begrüßt die Empfehlungen der Ausschüsse, da sie weitgehende
Verbesserungen für den Schutz der Tiere beim Transport vorsehen und den
Entwurf der EU-Kommission in den richtigen Punkten kritisieren“, sagt
Michaela Braun, Nutztier-Kampaignerin von VIER PFOTEN. „Wir erwarten, dass
der Bundesrat den Empfehlungen der Ausschüsse folgt.“

Wie VIER PFOTEN kritisieren die Ausschüsse, dass der EU Vorschlag zu keiner
grundlegenden Verbesserung des Tierschutzes führen wird. Die
Bundesratsausschüsse empfehlen nachdrücklich, die Dauer der
Schlachttiertransporte auf maximal acht Stunden zu begrenzen. Laut
EU-Vorschlag sollen nach neunstündiger Fahrt zwölf Stunden Pause eingelegt
werden, danach kann der Transport im gleichen Rhythmus auf unbestimmte Zeit
fortgesetzt werden.

Nach Vorschlag der EU-Kommission müssen die Tiere während der Pausen nicht
abgeladen werden. Die Bundesratsausschüsse befürchten die Zunahme von
Missständen, wenn dabei nicht sicher gestellt wird, dass tatsächlich alle
Tiere in einem Fahrzeug Futter und Wasser aufnehmen sowie ruhen können. Auch
müssten die hygienischen und klimatischen Mindestanforderungen eingehalten
werden.
„Zur Zeit gibt es noch kein Belüftungssystem, dass einen mehrstöckigen
Transporter zwölf Stunden lang ununterbrochen auf allen Ebenen klimatisch
regulieren kann, während das Fahrzeug steht“, erklärt Michaela Braun. „VIER
PFOTEN fordert ein Zeitlimit, das Pausen überflüssig macht. Sollten Pausen
vorgesehen sein, müssen die Tiere abgeladen, gefüttert und getränkt werden.“

VIER PFOTEN unterstreicht die Empfehlung der Ausschüsse, Anreize für eine
Umstellung der Transporte lebender Schlachttiere auf Transporte von Fleisch
geschlachteter Tiere zu schaffen. Darüber hinaus fordert VIER PFOTEN eine
absolute Begrenzung der Transportdauer von acht Stunden, die sowohl für
Schlachttiere wie auch für Masttiere gelten muss.

„VIER PFOTEN fordert die zuständige Verbraucherschutzministerin Renate
Künast dazu auf, dass sie die Empfehlungen der Ausschüsse aufgreift und auf
EU-Ebene mit Nachdruck vertritt“, sagt Michaela Braun.


Hamburg/Berlin, 07.11.2003
VIER PFOTEN e.V.
Altonaer Str. 57
20357 Hamburg
Internet: www.vier-pfoten.de


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