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ISSN 1610-0611
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"Die Kriegstreiber sind isoliert"

Weltweite Demonstrationen für den Frieden
"Die Kriegstreiber sind isoliert"

Die erste globale Demonstration für den Frieden bewertet das
globalisierungskritische Netzwerk Attac als überwältigendes Zeichen
gegen den Krieg. "Auf der ganzen Welt sind die Menschen auf die Straße
gegangen, um zu zeigen: Die Kriegstreiber sind isoliert", sagte
Attac-Sprecher Malte Kreutzfeldt. Auch in Deutschland demonstrieren zur
Stunde mehr als 500.000 Menschen allein in Berlin und fordern damit die
Bundesregierung auf, bei ihrer Ablehnung des Krieges zu bleiben und den
Worten endlich auch Taten folgen zu lassen. Kreutzfeldt: "Auch indem die
Regierung Waffen und Bundeswehrsoldaten in die Golfregion entsendet,
US-Truppen in Afghanistan entlastet und den Amerikanern Überflugrechte
gewährt, unterstützt sie die Vorbereitungen für diesen Krieg."

Dass heute auf der ganzen Welt Millionen Menschen auf die Straße gehen,
zeigt, dass die Friedensbewegung breiter geworden ist. Nachdem sich die
globalisierungskritische Bewegung beim Europäischen Sozialforum in
Florenz auf den 15. Februar als Aktionstag geeinigt hatte, entstand auch
in Deutschland ein ungewöhnlich breites Bündnis gegen den Krieg. "Wir
sind überwältigt von der großen Resonanz", sagte Philipp Hersel, der
Attac im Vorbereitungsteam der Berliner Demonstration vertreten hat.
"Bei diesem Krieg geht es nicht um Menschenrechte oder
Massenvernichtungswaffen, sondern um die Vorherrschaft in der Golfregion
und wirtschaftliche Interessen, vor allem den Zugriff aufs Öl."


Attac Deutschland
Pressemitteilung
Berlin, 15.2.03


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