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Friedensbewegung zum UN-Waffenbericht
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- Bericht der UN-Waffeninspekteure: Keine Hinweise auf schwere Verstöße - Wunsch nach mehr Zeit für weitere Inspektionen - Bush droht dem UN-Sicherheitsrat - Friedensbewegung erwartet weltweit größte Friedensdemonstrationen
Der Bericht der obersten UN-Waffeninspekteure Hans Blix und Mohamed ElBaradei enthält keine wesentlich neuen Erkenntnisse. Mit Ausnahme der Raketen vom Typ El-Samud-2, die offenbar statt der erlaubten 150 km eine Reichweite von 180 km haben können, konnte der Bericht keine nennenswerten Verstöße gegen geltende UN-Resolutionen vorlegen. El Baradei sprach sich daher ausdrücklich für eine Fortsetzung der Inspektionen aus.
Dies entspricht auch der Erwartung der Friedensbewegung. Es gibt einen Weg zur Bekämpfung der Massenvernichtungswaffen: den Weg der Kontrollen durch unabhängige Experten. Der Bundesausschuss Friedesnratschlag empfiehlt dieses Mittel auch für die künftige weltweite Abrüstungsprozesse. Auch die größten Waffenproduzenten und Besitzer von Massenvernichtungswaffen in der Welt müssen sich solchen Inspektionen und Kontrollen stellen!
Die Friedensbewegung protestiert gegen die skandalöse Missachtung der Vereinten Nationen durch US-Präsident Bush. George W. Bush forderte den Sicherheitsrat vor der Sitzung auf, "Rückgrat und Mut" zu zeigen. Andernfalls drohe er "zu einem wirkungslosen, unwichtigen Debattierclub zu verkommen". Notfalls würden die USA auch ohne Rückendeckung durch die Vereinten Nationen gegen Irak in den Krieg ziehen, sagte Bush. Wenn sich der UN-Sicherheitsrat dieser offenen Drohung beugt, stehen die Autorität der Vereinten Nationen und die Prinzipien des Völkerrechts insgesamt auf dem Spiel. Die Mitglieder im Sicherheitsrat und die deutsche Präsidentschaft im Rat müssen diese Anmaßung zurückweisen.
Am Samstag, den 15. Februar wird nicht nur der UN-Sicherheitsrat über das weitere Vorgehen in Sachen Irak beraten. Gleichzeitig gehen weltweit in über 600 Städten Millionen Menschen auf die Straße, um gegen den drohenden Irak-Krieg und gegen das Weltherrschaftsgebaren der US-Regierung zu protestieren. Es wird die größte gemeinsame Friedensdemonstration sein, die jemals auf dem Globus stattgefunden hat. In Deutschland werden Hunderttausende zu einer zentralen Kundgebung in Berlin und zu weiteren regionalen Kundgebungen vor allem im süddeutschen Raum zusammenkommen. Es wird die größte Friedensdemonstration in Deutschland seit 1983 sein, als im Bonner Hofgarten mehr als 300.000 Menschen demonstrierten.
Für den Bundesausschuss Friedensratschlag: Peter Strutynski (Sprecher) Kassel, den 14. Februar 2003
Besuchen Sie die Homepage: http://www.friedensratschlag.de
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