 |
|
 |
 |
 |
 |
Irak: Diakonie befürchtet humanitäre Katastrophe
|
|
|
"Es gibt keine Rechtfertigung für einen Krieg"
Irak: Diakonie befürchtet humanitäre Katastrophe
Angesichts des drohenden Krieges im Irak warnt die Diakonie Katastrophenhilfe vor einer humanitären Katastrophe. "Als Hilfsorganisation fragen wir nach einem Grund für die vorhersehbar großen Opfer unter der Zivilbevölkerung, der vor dem Völkerrecht Bestand hat", erklärt die Direktorin der Katastrophenhilfe, Cornelia Füllkrug-Weitzel. Auf Bitten von Partnern stellt sich die Diakonie auf eine mögliche Versorgung von Flüchtlingen in den Nachbarländern des Irak ein. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden bis zu eine Million Menschen versuchen, das Land im Falle eines Krieges zu verlassen. Aufgrund der UN-Sanktionen leben vor allem die Menschen in ländlichen Regionen bereits jetzt unter den schwierigsten sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen. Rund zwei Drittel der Bevölkerung sind auf Nahrungsmittelversorgung im Rahmen des Programms "Öl-für-Nahrung" angewiesen. Ein Krieg würde dieses System zusammen brechen lassen und die Lage der Menschen dramatisch verschlechtern. "Was rechtfertigt es, sehenden Auges eine humanitäre Katastrophe im Irak und eine Destabilisierung der gesamten Region herbei zu führen? Und in wessen Interessen geschieht dies? Die Kapazität zur Herstellung von Massenvernichtungswaffen ist ein sehr ernstes Problem, aber wie der Fall Nordkorea zeigt, nicht einmal für die USA ein zwingender Grund für eine militärische Lösung", so Füllkrug-Weitzel. Zu aller erst gelte es, diesen Krieg zu verhindern. Doch zugleich müsse der irakischen Bevölkerung jeder nur mögliche Beistand zugesagt werden. "Für uns zählt, was die Menschen in der Region wollen. Sie fordern uns auf, ihnen auch jetzt schon beizustehen, und sie sehen keinen Zynismus in der Vorbereitung auf den schlimmsten Fall". Die Diakonie Katastrophenhilfe bereitet sich deshalb - wie die UN-Organisationen - auf die Unterstützung von Flüchtlingen vor. Bislang wurden knapp 50.000 Euro zur Verfügung gestellt, um freiwillige Helfer für die medizinische Versorgung und die Ausgabe von Lebensmitteln zu schulen. Weitere Vorbereitungen laufen in Kooperation mit dem weltweiten Netzwerk von Kirchen und Hilfsorganisationen ACT (Action by Churches Together). Darüber hinaus setzt sich die Diakonie Katastrophenhilfe für eine längerfristige Verbesserung der medizinischen Versorgung im Irak ein. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für ärztliche Mission (DIFÄM) wurde mit 115.000 Euro eine Medikamentenlieferung für die Mutter-Kind-Klinik in Basra im Süden des Irak auf den Weg gebracht. Ein Drittel ihrer 70 Betten sind für krebskranke Kinder reserviert. In den vergangenen Jahren ist die Leukämierate in der Region gegenüber 1990 um das Fünffache gestiegen. Ein Zusammenhang mit dem Einsatz abgereicherten Urans während des Golfkriegs ist nicht auszuschließen. Vor allem die Versorgung mit Spezialpräparaten bei Krebserkrankungen ist ohne Unterstützung nicht möglich. Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet für ihre Arbeit im Irak und angrenzenden Ländern dringend um Spenden, Kennwort "Irak".
___________________________________________________________________ Gesine Wolfinger Stuttgart, 15. Januar 2003. ___________________________________________________________________ Spendenkonten: Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70 oder online über das Internet www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/
Caritas International: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00 oder online über das Internet http://spende.caritas-international.de
Diakonie Katastrophenhilfe - Öffentlichkeitsarbeit und Werbung Sekretariat Presse Stafflenbergstr. 76, 70184 Stuttgart Postfach 10 11 42, 70010 Stuttgart Website: http://www.diakonie-katastrophenhilfe.de _____________________________________________________
|
nach oben
--< zurück
•--vorwärts >
↑ nach oben
|
Bundesweite Großdemonstration in Berlin | Wie viele Divisionen hat der Papst?
|
|