Titel Hamburg Initiativen Hamburg-Termine Inland International Magazin Kleinanzeigen Archiv Suchen Info
International:
International


Themen:
urgent action
Gegen den Krieg I
Gegen den Krieg II
Der Krieg
  Hilfe
  Stoppt den Krieg
  Bilderkrieg
Krieg & Frieden • Menschen- u. Bürgerrechte
  IOM-Press (deutsch)
  IOM-Press (english)
  Amnesty (deutsch)
  Amnesty (english)
  IMK
EU
  EP: Abtreibungen legal
Umwelt • Natur • Öko
Mensch & Tier
Report
  Weltsozialforum
  IStGH • Haager Tribunal
  WTO
Presse- u. Informationsfreiheit
  WSIS
Initiativen
  Hilfe für Kinder


Service:
Archiv
Impressum
Information
Intern
ISSN 1610-0611
Newsletter


Irak: Diakonie befürchtet humanitäre Katastrophe

"Es gibt keine Rechtfertigung für einen Krieg"

Irak: Diakonie befürchtet humanitäre Katastrophe

Angesichts des drohenden Krieges im Irak warnt
die Diakonie Katastrophenhilfe vor einer humanitären Katastrophe. "Als
Hilfsorganisation fragen wir nach einem Grund für die vorhersehbar großen
Opfer unter der Zivilbevölkerung, der vor dem Völkerrecht Bestand hat",
erklärt die Direktorin der Katastrophenhilfe, Cornelia Füllkrug-Weitzel. Auf
Bitten von Partnern stellt sich die Diakonie auf eine mögliche Versorgung
von Flüchtlingen in den Nachbarländern des Irak ein. Nach Schätzungen der
Vereinten Nationen werden bis zu eine Million Menschen versuchen, das Land
im Falle eines Krieges zu verlassen.
Aufgrund der UN-Sanktionen leben vor allem die Menschen in ländlichen
Regionen bereits jetzt unter den schwierigsten sozialen und wirtschaftlichen
Bedingungen. Rund zwei Drittel der Bevölkerung sind auf
Nahrungsmittelversorgung im Rahmen des Programms "Öl-für-Nahrung"
angewiesen. Ein Krieg würde dieses System zusammen brechen lassen und die
Lage der Menschen dramatisch verschlechtern. "Was rechtfertigt es, sehenden
Auges eine humanitäre Katastrophe im Irak und eine Destabilisierung der
gesamten Region herbei zu führen? Und in wessen Interessen geschieht dies?
Die Kapazität zur Herstellung von Massenvernichtungswaffen ist ein sehr
ernstes Problem, aber wie der Fall Nordkorea zeigt, nicht einmal für die USA
ein zwingender Grund für eine militärische Lösung", so Füllkrug-Weitzel.
Zu aller erst gelte es, diesen Krieg zu verhindern. Doch zugleich müsse der
irakischen Bevölkerung jeder nur mögliche Beistand zugesagt werden. "Für uns
zählt, was die Menschen in der Region wollen. Sie fordern uns auf, ihnen
auch jetzt schon beizustehen, und sie sehen keinen Zynismus in der
Vorbereitung auf den schlimmsten Fall". Die Diakonie Katastrophenhilfe
bereitet sich deshalb - wie die UN-Organisationen - auf die Unterstützung
von Flüchtlingen vor. Bislang wurden knapp 50.000 Euro zur Verfügung
gestellt, um freiwillige Helfer für die medizinische Versorgung und die
Ausgabe von Lebensmitteln zu schulen. Weitere Vorbereitungen laufen in
Kooperation mit dem weltweiten Netzwerk von Kirchen und Hilfsorganisationen
ACT (Action by Churches Together).
Darüber hinaus setzt sich die Diakonie Katastrophenhilfe für eine
längerfristige Verbesserung der medizinischen Versorgung im Irak ein. In
Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für ärztliche Mission (DIFÄM)
wurde mit 115.000 Euro eine Medikamentenlieferung für die Mutter-Kind-Klinik
in Basra im Süden des Irak auf den Weg gebracht. Ein Drittel ihrer 70 Betten
sind für krebskranke Kinder reserviert. In den vergangenen Jahren ist die
Leukämierate in der Region gegenüber 1990 um das Fünffache gestiegen. Ein
Zusammenhang mit dem Einsatz abgereicherten Urans während des Golfkriegs ist
nicht auszuschließen. Vor allem die Versorgung mit Spezialpräparaten bei
Krebserkrankungen ist ohne Unterstützung nicht möglich.
Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet für ihre Arbeit im Irak und
angrenzenden Ländern dringend um Spenden, Kennwort "Irak".

___________________________________________________________________
Gesine Wolfinger
Stuttgart, 15. Januar 2003.
___________________________________________________________________
Spendenkonten:
Diakonie Katastrophenhilfe:
Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70 oder online über das
Internet www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas International:
Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00
oder online über das Internet http://spende.caritas-international.de



Diakonie Katastrophenhilfe - Öffentlichkeitsarbeit und Werbung
Sekretariat Presse
Stafflenbergstr. 76, 70184 Stuttgart
Postfach 10 11 42, 70010 Stuttgart
Website: http://www.diakonie-katastrophenhilfe.de
_____________________________________________________


nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

Bundesweite Großdemonstration in Berlin | Wie viele Divisionen hat der Papst?