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ISSN 1610-0611
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Sitzblockaden gegen Irak-Krieg

Resist: Sitzblockaden gegen Irak-Krieg

resist kündigt Aktionen Zivilen Ungehorsams gegen Irak-Politik der
Bundesregierung an


Verden, Köln, Karstel, 16.1.03.
Die Kampagne "resist - Sichdem Irak-Krieg widersetzen!" wird auf
einer Pressekonferenz am Mittwoch, den 22. Januar 2003, um
10.00 Uhr in Berlin mehrere Aktionen Zivilen Ungehorsams
unter dem Motto "NEIN zum Krieg - NEIN zu
jeglicher deutscher Unterstützung!" ankündigen. Mit gewaltfreien
Sitzblockaden vor der AWACS-Airbase in Geilenkirchen bei
Mönchengladbach am 25.1.03 und dem Verteidigungsministerium in Berlin
am 31.1.03 sowie einem Go-In am Truppenübungs-platz Grafenwöhr bei
Nürnberg am 1.2.03 will resist Druck auf die deutsche Bundes-regierung
ausüben, ihrer kriegskritischen Rhetorik auch Taten folgen zu lassen.

Die drei Orte stehen jeweils für bestimmte Kritikpunkte von resist an
der Politik der Bundesregierung. Die Aktion in Geilenkirchen richtet
sich gegen den angekündigten Einsatz der dort stationierten
AWACS-Soldaten während eines Krieges. Da die AWACS-Aufklärer die
Luftraumkoordination für bombardierende Kampfflugzeuge vornehmen,
handelt es sich bei dem Einsatz um eine aktive Kriegsbeteiligung
Deutschlands. Mit der Sitzblockade vor dem Verteidigungsministerium in
Berlin fordern wir die Untersagung von Überflugrechten
US-amerikanischer und britischer Kampfflugzeuge im Falle eines
Irak-Krieges und den Abzug deutscher Truppen aus der Golfregion. Die
Aktion Zivilen Ungehorsams in Grafenwöhr soll die Öffentlichkeit auf
Übungen von amerikanischen Elitesoldaten auf dem Truppenübungsplatz
Grafenwöhr aufmerksam machen, die diese von Ende Januar bis Anfang
Februar unmittelbar vor ihrer Verlegung in die Golfregion absolvieren.
Diese Vorbereitungen zu einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg
werden von der Bundesregierung geduldet.

Während der Pressekonferenz wird Christoph Bautz, Pressesprecher von
resist und Mitglied des Attac-Rats, eine aktuelle Einschätzung der
Lage geben und die geplanten Aktionen Zivilen Ungehorsams vorstellen.
Die inhaltliche Kritik von resist an der Politik der Bundesregierung
und den Stand der Vorbereitungen für die Sitzblockade vor dem
Verteidigungsministerium wird Michael Behrendt von der "Kampagne gegen
Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär" darlegen.

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